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Landschaftland

3 Mai

landschaftland-de

Ein Projekt von Studenten der hfg Offenbach in Kooperation mit der Gemeinde Duchroth.

landschaft – kunst in, um & mit duchroth

Duchroth ist für diesem mutigen Schritt wie geschaffen!

Ortsgemeinde Durchroth / Naheweinstraße /55585
(Bingen – Bad Kreuznach – Bad Müpnster am Stein-Ebernburg und noch ein Stückchen weiter)

Gutleut-Verlag, Frankfurt/Main; der Künstler Michael Wagener und sein Projekt ’neuer Atlas‘

23 Sep

taschenatlas

„Der Künstler Michael Wagener (geboren 1966) arbeitet mit verschiedenen Medien – Installation, Skulptur, Fotografie und Bild – zum Thema Raum und Erscheinungsformen von Raum. Er hat sich vor allem mit der Kartografie als einer Form der Raumkonzeption auseinandergesetzt. Im diesem Zusammenhang ist er auf den Kartografen Gerhard Mercator, den ‚Erfinder‘ des Atlasses, gestoßen. Anders als heutige Ausgaben, bietet der von Mercator zusammengestellte allererste ‚Atlas’ aus dem Jahr 1595 nicht bloß eine Sammlung topografischer und politischer Karten: „Es handelt sich vielmehr um ein für die Renaissance nicht untypisches ‚Welterklärungsmodell‘, aber auch um eine Art Gesamtkunstwerk, in dem Wissenschaften, Religion und Kunst miteinander verschmelzen“ (M.W., Vorbemerkung zum ‚taschenatlas’, S. 17). – An diese Konzeption anknüpfend, hat Michael Wagener sein Atlasprojekt entwickelt und Künstler, Literaten und Wissenschaftler eingeladen, mit ihm zusammen einen neuen Atlas zu entwerfen. Wie der Atlas Mercators soll sich auch dieses Buchprojekt ‚verschiedensten künstlerischen und wissenschaftlichen Formen der Weltbeschreibung und Darstellung von Welt widmen, so dass sich auch hier Kunst und Wissenschaft dialogisch miteinander verbinden’ (ebd.).
Der vorliegende ‚taschenatlas’ kann als eine selbständige Vorstufe des geplanten größeren Projekts ‚neuer atlas’ verstanden werden. In ihm sind einige der Texte und Projekte sowie Karten, Bilder und Zeichnungen in ihren inhaltlichen und gestalterischen Ansätzen versammelt, die für den ‚neuen atlas’ erweitert, ergänzt und miteinander verwoben werden sollen. Auch für den ‚taschenatlas’ hat der Atlas Mercators das Vorbild geliefert: Das große, sperrige Original lag in einer handlicheren und übersichtlicheren Ausgabe vor, die in der Seefahrt und bei Reisenden sehr beliebt war.“

Quelle: Gutleut-Verlag, Frankfurt/M. >> http://www.gutleut-verlag.com/index.php?id=24; dort auch Hinweise zu den am ‚taschenatlas’ beteiligten Künstlerinnen und Künstler

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dauerlandschaft

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„Das Buch ‚dauerlandschaft’ bildet den zweiten Teil des Projekts ‚neuer atlas’ und knüpft an die Publikationen ‚taschenatlas’/’taschenkosmos’ an. Der Bildband zeigt neue flächenhafte, kartografische Arbeiten des Künstlers Michael Wagener, die als Tapeten und Raumentwürfe angelegt und in der Werkgruppe der ‚dauerlandschaften’ und ‚dauerräume’ zusammengefasst sind. Diese Montagen von Collagen werden im Textband mit einem einleitenden Text sowie einem speziell für das Buch entstandenen Gedichtzyklus des Lyrikers Marcus Roloff und einem Textzyklus der Autorin Kirsten Kohlhaw zum gemeinsamen Thema dauerlandschaft kombiniert.“

Quelle: Gutleut-Verlag, Frankfurt/M. http://www.gutleut-verlag.com/index.php?id=58

 

Landschaft als Weltsicht – Ausstellung im Museum Wiesbaden

19 Aug

Ausstellung im Museum Wiesbaden (15. Mai. bis 3. Oktober 2011): Landschaft als Weltsicht

weitere Informationen hier: http://www.museum-wiesbaden.de/austellung/landschaft.html

Landschaftssicht ist Weltsicht. – Wir malen und fotografieren Landschaften, und dabei bilden wir nicht ab, sondern wir registrieren, wie  wir diese Landschaften wahrnehmen. Und diese Registraturen verändern sich im Laufe der Zeit; es bilden sich unterschiedliche Blickweisen (Brillen) – auch in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Medien (neben Malerei inzwischen auch Fotografie, Film und Video)…

Ausstellung „Wiederkehr der Landschaft“, 13.03. bis 30.05.2010, Akademie der Künste, Berlin

8 Mrz

„Lange galt sie als neutrale Verfügungsmasse des boomenden Städtebaus, bestenfalls als logistische oder bautechnische Herausforderung: die Landschaft. Dabei verursacht der urbane Raubbau an Landschaften weltweit längst Umweltprobleme in unvorstellbarem Ausmaß – Stichwort Klimaveränderung, Wasserknappheit, Nahrungsmangel und Artenschwund.
Spektakuläre ökologische Einzelbauten werden diese Entwicklung nicht umkehren können. Urbane Nachhaltigkeit muss größer, muss umfassender gedacht werden: Die Stadt des 21. Jahrhunderts wird aus der Landschaft zu entwickeln sein. Aber Landschaft darf dabei nicht nur als materieller Ressourcenlieferant wahrgenommen, sondern muss auch in ihrer Bedeutung als ästhetischer und emotionaler Lebensraum gestärkt werden.

Die Akademie der Künste stellt diese Thesen ins Zentrum einer großen, interdisziplinären Ausstellung „Wiederkehr der Landschaft“, die am 12. März in Berlin eröffnet wird. Die Ausstellung wird begleitet von zahlreichen Vorträgen, Symposien, Werkstätten sowie einem Filmfest (8. bis 10. April).“

Weitere Informationen: >>www.adk.de/landschaft

Symposium Infrastruktururbanismus (04. & 05.02.2010, TU München)

18 Jan

Der Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum der Fakultät für Architektur der TU München veranstaltet das internationale Symposium „Infrastruktururbanismus – am 04. und 05. Februar 2010 im Hauptgebäude der TU München (HS 0220).

Thema der Veranstaltung ist die Zukunft von Hochleistungsinfrastrukturen, wie z.B. Autobahnen und Bahnhochleistungsstrecken im Kontext der weltweiten Urbanisierung und den damit verbundenen Defiziten aber
auch Potentialen dieser Infrastrukturen im Stadtraum. Dem öffentlichen Raum als „Gewebe der Stadt“ kommt dabei die Rolle zu, die Ansprüche der Mobilität mit den Ansprüchen an das urbane Leben vor Ort zu verbinden.

Ausstellung ‚Landschaften 2.0‘ in Dörscheid (Mittelrheintal)

28 Okt

Einladung zur Vernissage von „Landschaften 2.0“ am Samstag, den 31.10.2009, 19.30 Uhr
– Oberstraße 34, 56348 Dörscheid
landschaften_09

Ausstellung in Dörscheid im Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“, welche – in mehrdimensionaler Form – anhand von Bildhauerarbeiten, Dia-Visuals und Photos Ansichten der Zerstörung und des Wieder- bzw. Neuaufbaus von Architektur, Kultur und Natur in Raum und Zeit thematisiert

Im November geöffnet am So., 21.11. und So., 29.11. von 15-18 Uhr bzw. nach Vereinbarung.

Es freuen sich über reges Interesse E.H., M. W. und das SpaceFlaneur-Team

Neue Landschaften und ‚Traditionelle Kulturlandschaft 2.0‘

9 Okt

Wenn wir über Landschaft sprechen, haben wir immer bestimmte Bilder im Kopf – allzu häufig Bilder von vorindustriellen Landschaften, die uns durch die Landschaftsmalerei und eine bestimmte, herkömmliche fast klassisch-schön zu nennende Form der Landschaftsfotografie in unsere Köpfe projiziert worden sind und sich dort festgesetzt haben. Wenn wir über Landschaften reden, dann schwingen sehr oft die passend erscheinenden Konnotationen mit: Natur, Schönheit, Harmonie, Frieden, Ausgeglichenheit usw. Landschaft ist immer noch ein idealisierendes, beschönigendes und reinigendes Konzept. Da es nun nicht möglich ist, solche traditionellen Landschaften in der Stadt, in den Stadtrandbezirken, im suburbanen Raum und in den intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten zu planen, ohne als Landschaftsfetischist, Ökologist oder allgemein als fortschrittsfeindlich bezeichnet zu werden, musste der Landschaftsbegriff aus planerischer Sicht erweitert werden. Auf diese Weise bekamen die Landschaftsplaner Zugriff auf Städte und verstädterte Gebiete. Wahrscheinlich schwingt aber immer noch eine gewisse Großstadtfeindlichkeit durch. Städte müssen allein schon aus ökosystemarer Sicht als gestörte Landschaften gelten. So etwas wie die ökologische Stadt ist bisher kaum mehr als ein das Gewissen der Planer beruhigendes Leitbild, eine Vision. Und nebenbei: Die Großstadtfauna und die urbane Biodiversität sind auch nicht Indiz für ein natürlich-ökosystemares Potenzial der Städte, sondern Zeugnis für die Anpassungsfähigkeit bestimmter Tier und Pflanzenarten. Wildnis in der Stadt besteht aus Asylanten, deren Habitate anderswo zerstört worden sind. Das Vorkommen einer Rote-Liste-Art in einer industriellen Brache ist das Ergebnis von Zufallsprozessen und nicht das Ergebnis der Bereitstellung Ihres Biotops.
Als Großstadtfeind (ein Makel, den man sich auf keinen Fall anheften lassen möchte), lässt sich aber kaum Landschafts- oder Freiraumplanung in der Stadt betreiben. Deshalb befindet sich die Landschaftsplanung seit einiger Zeit im Rahmen einer umfassenden Landschaftsforschung in einem interdisziplinären Lernprozess. Dabei geht es nicht um subversive Guerilla-Taktiken (z.B. der Großstadtfeind getarnt als metropolitaner Flaneur), sondern längst haben die Landschaftsplaner gelernt, wie schön Modellhaus-Siedlungen, Tankstellen, Autobahnbrücken, Industrieruinen, Kanäle, Gewerbegebiete und Großwohnsiedlungen sein können. Die zeitgenössische Kunst hat zu diesem ästhetischen Lernprozess erheblich beigetragen.
Vielfalt, Eigenart und Schönheit sind keine problematischen Begriffe gewesen, so lange wir diese auf das Angebot der als Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke usw. abgegrenzten Territorien bezogen haben. Weiterlesen

Mittelrheintal – UNESCO-Welterbe

21 Aug

Seit 2002 ist das Obere Mittelrheintal in der UNESCO-Welterbeliste. Die UNESCO würdigte diesen Abschnitt des Rheines als eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit. Hervorgehoben wurde auch der außergewöhnliche Reichtum der Landschaft an kulturellen Zeugnissen und Assoziationen sowohl historischer wie auch künstlerischer Art. Seine besondere Erscheinung verdankt die Welterbestätte einerseits der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft, andererseits der Gestaltung durch den Menschen. Darüber hinaus wurde auch die Bedeutung des Rheins gewürdigt, der seit zwei Jahrtausenden einen der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas darstellt. Da das Obere Mittelrheintal der prominenteste Abschnitt des Stromverlaufs ist, wurde es stellvertretend für den ganzen Rhein in die Liste des Welterbes aufgenommen (Quelle: Welterbe Oberes Mittelrheintal >>).

Im Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt, der sog. Welterbekonvention von 1972 (siehe: Deutsche UNESCO-Kommission e.V.) ist aber gar nicht explizit von Kulturlandschaften die Rede. Jedoch gab es bereits 1962 eine UNESCO-Empfehlung zum „Schutz der Schönheit und des Charakters von Landschaften“.

In einem Vortrag „Die Kulturlandschaft von morgen ist nicht die von gestern/Über die Zukunft einer UNESCO-Kulturlandschaft“ auf der 7. Mittelrhein-Konferenz (Koblenz, 2002, als pdf-Datei zum Download hier >>>) beschäftigte sich Robert de Jong mit den Besonderheiten, Herausforderungen und Problemen einer Kulturlandschaft als Welterbe. Mechthild Rössler berichtet im Welterbe Manual. Handbuch zur Umsetzung der Welterbekonvention in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz (Hrsg. von den UNESCO-Kommissionen Deutschlands, Luxemburgs, Österreichs und der Schweiz, Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn 2009. (zum Download hier >>>) über „Kulturlandschaften im Rahmen der UNESCO-Welterbekonvention“.
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Landschaft bei Gemünden/Main

15 Dez

Wer sagt denn, dass eine Landschaft so schön sein muss wie in den Nationalparks der USA oder auf den Seychellen?

landschaft-bei-gemunden500

Landschaft ist ja schließlich Kulturlandschaft und als solche ein Produkt, ein Ergebnis des Transformierens, des Entwickelns, des Bearbeitens, des Zerschneidens und des Überschichtens.
Landschaften sind das Ergebnis von landschaft-en, wobei das Sichtbarmachen zur Arbeit dazugehört..

Dieses Bild entstand von der Ruine der Scherenburg oberhalb der Stadt Gemünden am Main. Wir zählten an diesem Standort nicht weniger als sechs Brücken.

Auf der Suche nach dem Landschaftsbegriff in der Spaziergangswissenschaft (unter dem Eindruck der Lektüre eines Aufsatzes von Gerhard Hard)

26 Sep

In der Spaziergangswissenschaft (Promenadologie) ist die Rede von den den Landschaftsbildern im Kopf, gehäuft im Umfeld und während des Kongresses „Gut zu Fuß. Die Spaziergangswissenschaft (12. und 13.09.2008 in Frankfurt/Main), so z.B. Bertram Weisshaar: Landschaft sei ein Konstrukt im Kopf, das der Mensch zusammenbaut aus Bildern und Vorstellungen aus Literatur, Reiseprospekten, Fernsehen („Landschaftsplanung per pedes“, Presseinformation der Stadt Frankfurt vom 26.08.2008 zum Kongress „Gut zu Fuß“, von Sandra Busch → hier). Das hat er freilich schon von Lucius Burckhardt, dem Begründer der Promenadologie, gelernt (Quelle für dieses Zitat ist das Programm zur erwähnten Tagung):

Die Grundregel also lautet: ‚Die Landschaft ist ein Konstrukt’. Und mit diesem schrecklichen Wort soll nichts anderes gesagt sein, als dass die Landschaft nicht in den Erscheinungen der Umwelt zu suchen ist, sondern in den Köpfen der Betrachter.

Auch wenn ich gar nicht genau weiß, was mit der Bezeichnung ‚Landschaft‚ in der Spaziergangswissenschaft gemeint ist, nehme ich an, dass sie mit der Landschaftsplanung einen komplexen, schillernden und kaum eindeutig fassbaren und definierbaren Begriff von Landschaft teilt.

Als Geograph hat man auch eine gewisse Erfahrung mit dem Landschaftsbegriff. Diese kann aber nicht so ausgedrückt werden, als wisse man genau, um was es sich handelt, wenn von Landschaft die Rede ist. Viel eher reagiert man auf die Verwendung des Begriffes Landschaft zuerst mit einem starken Stirnrunzeln, denn die Erfahrungen mit ‚Landschaft’ sind eher gekennzeichnet durch eine intensive intellektuelle Verunsicherung. An dieser Verunsicherung haben die Veröffentlichungen des Geographen Gerhard Hard großen Anteil. Im Folgenden konzentriere ich mich auf: Hard, G. (2008): Der Spatial Turn, von der Geographie her beobachtet. In: Döring, J. & T. Thielmann (Hrsg.): Spatial Turn. Das Raumparadigma in den Kultur- und Sozialwissenschaften. transcript Verlag, Bielefeld, S. 263-315. Zu empfehlen ist aber auch: Hard, G. (2002): Landschaft und Raum. Aufsätze zur Theorie der Geographie Band 1. Universitätsverlag Rasch, Osnabrück (= Osnabrücker Studien zur Geographie 22). Ich möchte auch erwähnen, dass ich Hard’s Ausführungen nicht so leicht paraphrasieren kann und allzu häufig geneigt bin, ihn wörtlich zu zitieren. Es ist eben Hard-Ware.

Für Hard steht das Konzept Landschaft in unmittelbarem Zusammenhang mit einem klassischen Ritter’schen „altgeographischen Raum“ (siehe ebd., S. 268). Es ist eine „Zuspitzung des weitläufigen Mensch-Raum- bzw. Mensch-Natur-Paradigmas zur ‚Morphogenese der Kulturlandschaft’ (aus der Naturlandschaft heraus)„, und gleichzeitig eine „sehr viel durchgreifendere Weltkomplexitätsreduktionsidee“. Eine Idee, die vor allem im deutschen Sprachraum große „Durchschlagskraft und Zählebigkeit“ gehabt hat (S. 279). Der Hauptgrund für diese Attraktivität sind die Konnotationen des Begriffes Landschaft:

Aufgrund seiner bildungssprachlichen Konnotationen von Anschaulichkeit, Struktur, Ordnung, Synthese, Harmonie, Ganzheit und Totalität, Kultur und Geschichtlichkeit konnte Landschaft geradezu als eine prägnante Visualisierung, ja eine Ikone der klassischen Geographie gelesen werden: als die anschaulich gewordene Totalität und Synthese von Natur und Kultur, Geschichte und Gegenwart“ (S. 279).

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Virtuelle Landschaften, Orte und Räume sowie deren Konstruktion

6 Aug

Im derzeitigen Run auf virtuell erfahrbare Landschaften und Räume, welche von Computerspielen mit simulierten Phantasielandschaften über diverse Navigationssysteme in fast jedem unserer Automobile bis zu, auf realen Gegebenheiten der Erdoberfläche gründenden Natur- und Kulturlandschaften reichen, von denen die von GOOGLE-Earth sicherlich eine der meist besuchten darstellt, manifestiert sich deutlich das Interesse und schließlich ein Verlangen einer, im Zeitalter der Globalisierung lebenden, gesellschaftlich durchaus heterogen beschaffenen Menschenmenge nach virtuellen Trips in die verschiedensten Gegenden unseres Planeten. Faszination übt dabei mit Sicherheit die mit virtuellen Landschaften als Repräsentanten einer mehr oder weniger real existierenden Erdoberfläche verbundene augenscheinlich individuelle Wahl der Betrachtungsebene und –perspektive aus. Aber auch wie das Erfolgsmodell ‚Second-Life‚ zeigt, ist in Verbindung mit einer zumindest zeitweiligen Ablegung des eigenen Ich durch die Annahme eines anderen, selbst gewählten, coexistenten Ich eine Flucht in ein anderes Leben, in eine andere Welt (nämlich die unserer Träume und Sehnsüchte) möglich.

Der Erfolg virtueller Landschaften bezeugt, dass Interesse an den Themen Landschaftswahrnehmung und -bewertung aber auch zu Fragestellungen hinsichtlich der Konstruktion von Landschaften sowohl seitens der Wissenschaft als auch seitens der breiten Öffentlichkeit besteht. Weiterlesen