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Gerolzhofen (Unterfranken) – Feldnotizen, 18.06.2011

20 Jun

Gerolzhofen Unterfranken (SW, 97447, 244 m ü. NN, rund 6500 Einw.), Bereich Mainfränkische Platten/Steigerwald

Schon bei der Einfahrt in die Stadt zeigt sich, was für gestandene Gerolzhofener eine Kränkung sein könnte, aber gleichzeitig (und naheliegenderweise) für das Stadtmarketing benutzt wird: GEO – (kein Hinweis auf geologische oder geographische Besonderheiten, z.B. ein Meteoritenkrater o.ä.), sondern KfZ-Kennzeichen bis 1972. Es gibt die Geomed-Klinik Krankenhaus Gerolzhofen, das Geomaris Badeparadies (Hallen- und Freibad), eine Pizzeria GEO – auf der Speisekarte findet sich der GEO Salat (Grüner Salat, Gurken, Tomaten, Tunfisch, Käse, Schinken, Ei, grüne Peperoni, Oliven, Artischocken), die Pizza GEO (Tomatensoße, Käse, Schinken, Salami, Pilze, Paprika, Artischocken, Oliven), Nudel GEO (mit Fleischsoße, Sahne und Erbsen), Lasagne GEO und Schnitzel GEO (mit Fleischsoße, Sahne und Erbsen, Pommes und Salat), die Geodrom Eventhalle, das Bistro Geo-Treff usw.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns wurde der Landkreis Gerolzhofen 1972 aufgelöst und die Stadt verlor den Status einer Kreisstadt. Die ehemalige Kreisstadt Gerolzhofen behielt zunächst eine Anzahl überörtlicher Behörden, die aber nach und nach verlegt wurden.

Gerolzhofen ist ein Mittelzentrum, Wirtschafts- und Schulzenrum für die umliegenden Gemeinden („Marktplatz der Region“). Und so sieht die Stadt auch aus – keine pittoreskes Frankenstädtchen, zu weit weg von Weinfranken und, obwohl es sich als „Tor zum Steigerwald“ bezeichnet, ist es auch von diesem noch zu weit entfernt.

Gerolzhofen ist auch im Programm Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ (Städtebauförderungsprogramm „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“). Das „Soziale Stadt“-Gebiet umfasst vor allem die Altstadt bis zur äußeren Stadtmauer und dem Alleepark. Auf der Internetseite des Quartiersmanagments steht: „Die Altstadt Gerolzhofens weist im Vergleich zu den umliegenden Wohngebieten Merkmale auf, die für eine Aufnahme in das Programm Sozial Stadt sprechen: Städtebauliche und bauliche Schwächen, Mängel im Wohnumfeld und im öffentlichen Raum, vorhandene Leerstände, Tendenz zu einer einseitigen Bevölkerungsstruktur, Gefährdung der zentralörtlichen Versorgungsfunktion, Kaufkraftverlust durch großflächigen Einzelhandel außerhalb des Stadtkerns.

Aber dennoch oder gerade deshalb ist Gerolzhofen interessant, und ein paar Sehenswürdigkeiten hat es auch zu bieten.

Ferner hinterlässt auch ein kurzer Blick in die Geschichte der Stadt keinen ruhmvollen Eindruck: 1397-1400 wurde die Stadt im Fränkischen Städtekrieg verwüstet. In der Zeit der Hexenverfolgungen und –verbrennungen unter dem Würzburger Fürstbischof Philipp Adolf von Ehrenberg (1583-1631) war Gerolzhofen als Hauptgerichtsplatz ein Zentrum. Der Gegenreformator Philipp Adolf von Ehrenberg betrieb eine harte Rekatholisierungspolitik, er war zudem ein unerbittlicher Hexenverfolger. Die Hexenverfolgung, die zwischen 1626 und 1630 ihren Höhepunkt erreichte, hatte Menschen aller Stände im Visier: neben einfachen Leuten wurden auch Adlige, Ratsherren und Bürgermeister auf den Scheiterhaufen verbrannt. In Gerolzhofen wurden angeblich sogar Verbrennungsöfen, um die rund 200 Menschen pro Jahr verbrennen zu können. Viele starben bereits vor ihrer Verurteilung an den Folgen der Folter im Hexenturm und Centgefängnis. [1]
Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde die Stadt ab 1631 wiederholt geplündert und gebrandschatzt. Hinzu kamen Pest und Hungernöte, welche die Bevölkerung der Stadt um ein Viertel dezimierten.

Stadtspaziergang:

Spitalstraße, Weiße Turm-Straße: Fachwerkhaus Teutsch (von 1566) mit Erkertürmchen und Andreaskreuz-Galerien[2], zuletzt Verlagsgebäude der Heimatzeitung „Der Steigerwald-Bote“. Daneben Teutsch am Turm Buchhandlung. Seitengasse Richtung ehemaliges Oberamtshaus rechts der Fachwerkhof Weißer Hof (Toreinfahrt mit wehrgangähnlicher Überdachung und verzierten Rautengefachen[3], idyllischer, durchgegrünt-verwachsener, schön dekorierter Innenhof. Auf der linken Seite das Echterhof Fachwerkhaus mit nachgotischem Treppengiebel und Sechseck-Hofturm von 1609.
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Marktbreit (Unterfranken) – Feldnotizen, 16.06.2011

17 Jun

Marktbreit (KT, 97340, 191 m ü. NN): Kleines Städtchen am Main (ca. 3500 Einw.), Bereich Maindreieck, zwischen Kitzingen und Ochsenfurt.

Geparkt in der Mainstraße, dort schon ein paar fotogene Häuser. Mainstraße ist nicht Teil der Altstadt, sondern Stadterweiterung aus dem 19. Jh.

Vor dem Stadttor Gasthaus „ Zum Goldenen Schiff“ (erbaut 1568, eines der ältesten Häuser Marktbreits, ehemals Gasthaus der Flößer, Schiffer und Fischer).

Brauchbare Tourist-Information, kleiner Stadtplan mit eingezeichneten Sehenswürdigkeiten.

Durch das Maintor über den Breitbach in die Innenstadt, Rathaus im Stil der Spät-Renaissance, gegenüber ein Kebap-Imbiss.

Marktplatz: Hotel Löwen, angeblich das zweitälteste Gasthaus in Bayern, Ursprung 15. Jh.; mit Zierfachwerk aus dem 18. Jh., kleiner, netter Biergarten in der Ochsenfurter Straße.

Im Löwen und im Rathaus traf sich im Frühling 1949 die Schriftstellervereinigung „Gruppe 47“ (auf Einladung von Hans Werner Richter); berichtet wird, dass sie vom Frankenwein ziemlich betrunken waren und die Stimmung aggressiv. Wegen dieses Treffens findet Marktbreit Erwähnung in dem Buch „Spaziergänge durch das Franken der Literaten und Künstler“, Thomas Kraft & Klaus Gasseleder, Arche Literatur-Verlag, Zürich, Hamburg, 2008.

Die Ochsenfurter Straße entlang zu gehen brachte mir nicht so viel, es sei denn man möchte zum Geburtshaus des Neurologen Dr. Alois Alzheimer (1864-1915). Hat mich nicht interessiert, deshalb durch die Straße Am Graben zurück Richtung Maintor. Dort der Schwarze Turm, ein Rundturm der Stadtbefestigung, baulich mit dem Rathaus verbunden. Über einen Steg den Breitbach überquert und noch einmal durch das Maintor. Das Maintor ist das einzig erhaltene Tor der Stadtbefestigung, erhalten sind noch weitere Türme der Stadtbefestigung und Teile der Stadtmauer.

Um den Marktplatz herum barocke Handelshäuser, einstiger Wohlstand im 17. und 18. Jh., der zurückgeht auf die Politik und die gewährten Rechte durch den Fürsten von Schwarzenberg. → Marktbreit als Handelsknotenpunkt.

Mittelpunkt der Altstadt: Schlossplatz mit dem Seinsheimschen Schloss (erbaut 1580, mit schöner gelber Renaissancefassade). Auf dem Platz davor die Tische des Cafes/Gaststätte Schloss Marktbreit, sehr gut besucht.

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Hamburg, Logfile – 11.-13.03.2011

15 Mrz

Freitag, 11.03.2011:

Hamburg Hauptbahnhof >> Hotel Am Holstendamm

► NEUSTADT zwischen Holstenwall, Neuer Steinweg, Westraße und Kaiser-Wilhelm-Straße; – ► Gängeviertel (:: http://das-gaengeviertel.info/)
Valentinskamp, Caffamacherreih, Dammtorwall, Dammtorstraße, ► Passagenviertel (zwischen Gänsemarkt und Rathausmarkt, Hanseviertel:: http://www.hanseviertel.de, usw.), Bleichenbrücke

► ALTSTADT ► Neuer Wall → Business Improvement District (:: http://www2.bid-neuerwall.de/) (siehe auch hamburg.de: Business Improvement Districts:: http://www.hamburg.de/bid-projekte/),
Rathausschleuse, ► Bucerius Kunst-Forum (:: http://www.buceriuskunstforum.de), ► Rathausmarkt, Gedenkstein, Alsterarkaden
Große Johannisstraße, ► Einkaufs-City um die Mönckebergstraße

Steintorwall, Glockengießerwall

► Hamburger Kunsthalle (:: http://www.hamburger-kunsthalle.de/)

>> Hauptbahnhof > U3 nach St. Pauli

NEUSTADT: ► Hauptkirche St. Michaelis („Michel“): Turmbesteigung (:: http://www.st-michaelis.de/), Krayenkamp ► Krameramtswohnungen,  Wincklerstraße,

Baumwall, Niederbaumbrücke, ► Kehrwiederspitze, ► Blick in die Speicherstadt, Wilhelminenbrücke, Am Sandtorkai, Sandtorhafen-Klappbrücke, Am Kaiserkai
► Baustelle der Elbphilharmonie Hamburg (:: http://www.elbphilharmonie-bau.de), Dalmannkai, Vasco-da-Gama-Platz, Am Kaiserkai, Magellan-Terrassen
► HafenCity Hamburg (:: http://www.hafencity.com/)

Großer Grasbrook, Kibbelsteg, Bei den Mühren, Neue Gröningerstraße, Willy Brandt-Straße

>> U-Bahnhof Meßberg: U1 bis Jungfernstieg > U2 bis Christuskirche

► EIMSBÜTTEL: Bellealliancestraße, Lindenallee

Altonaer Straße ► SCHANZENVIERTEL: Bartelsstraße, Schanzenstraße, Neuer Pferdemarkt

► Spaziergang durch ST. PAULI (zwischen Simon-von-Utrecht-Straße, Bernstorffstraße, Thadenstraße, Budapester Straße → Kleine Pause St. Pauli:: http://www.kleine-pause.de/)

► Reeperbahn (:: http://www.reeperbahn-hamburg.com)

Samstag, 12.03.2011: Weiterlesen

Exkursion Berlin, 17.02.-20.02.2011, Logfile d

26 Feb

Sonntag, 20.02.2011

S-Bahnhof Warschauer Straße >> S-Bahn nach Ostkreuz >> S-Bahn nach Tempelhof

► Flughafen Berlin-Tempelhof: bis zum 30. Oktober 2008 neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei Verkehrsflughäfen Berlins; einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschland mit Linienverkehr seit 1923 (in den 1930er Jahren mit seinem Verkehrsaufkommen noch vor Paris, Amsterdam und London an der Spitze des europäischen Flugverkehrs). 1934 Planung einer Erweiterung durch den Architekten Ernst Sagebiel. 1936-1941 Bau des Flughafengebäudes (mit einer Bruttogeschossfläche von 307.000 m² für zwei Jahre das flächengrößte Gebäude der Welt, Gesamtlänge des bogenförmigen Teils ca. 1,2 km. Mit dem neoklassizistischen Neubau wurden erstmals alle Anforderungen eines modernen Großflughafens in einer architektonischen Gesamtform mit getrennten Funktionsebenen für Ankunft, Abflug, Post- und Frachtverkehr organisiert. Die in der Gebäudeanlage verwirklichte funktionale Komplexität (Ebenentrennung sowie zahlreiche – erst heute allgemein übliche – Sekundärfunktionen wie Hotels, Kongresszentrum, Großrestaurants, Verwaltungen) war zum Zeitpunkt der Entstehung als Flughafen einzigartig und ist in zahlreichen Bestandteilen Vorbild für moderne Flughafenanlagen geworden. Der englische Architekt Lord Norman Foster bezeichnete den Flughafen daher im Jahr 2004 als die „Mutter der modernen Flughäfen“
Eine technische Meisterleistung ist die über 40 m weit auskragende stählerne Dachkonstruktion entlang des Flugsteigs. Das Flughallendach war ursprünglich auch als Tribünenbereich für mehr als 100.000 Zuschauer gedacht (während der Nazi-Diktatur bei Flugschauen zu den Reichsflugtagen).
1947 wurde Tempelhof ein amerikanischer Militärstützpunkt (Tempelhof Air Base) In den 1950 er Jahren zunehmende zivile Nutzung. 1975 Ende des zivilen Luftverkehrs in Tempelhof, 1985 Wiedereröffnung v.a. für den Geschäftsreiseverkehr.
Bereits der erste Flächennutzungsplan des wiedervereinigten Berlins aus dem Jahr 1994 sah im Gegensatz zum Flughafen Tegel eine Umwidmung des Flughafengeländes mit zukünftiger Nutzung als Gewerbe-, Wohn-, Park-, Sport- und Sonderfläche vor. Im sogenannten „Konsensbeschluss“ einigten sich 1996 Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) auf den Neubau eines Großflughafens ‚Berlin Brandenburg International’ (BBI), in dessen Folge auch die Schließung der innerstädtischen Flughäfen Tempelhof und Tegel vereinbart wurde.
Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat am 5. März 2008 als Folgenutzungskonzept für das Flughafengelände das städtebauliche Projekt Tempelhofer Freiheit vorgestellt. Die Grundlage bildete das 1998/1999 erarbeitete Planungskonzept Vom Flughafen zum Park der Luftbrücke. Darin vorgesehen ist die Einrichtung eines Tempelhof Forum THF für Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft im denkmalgeschützten ehemaligen Flughafengebäude und den südlich anschließenden befestigten Vorfeldflächen. An den Rändern des ehemaligen Flugfeldes sollen neue Wohnanlagen der Stadtquartiere Tempelhof (westlich bis südlich), Neukölln (östlich) und dem nordöstlichen neuen Columbiaquartier entstehen. Dazwischen soll die rund 220 Hektar große unbebaute Grünfläche des ehemaligen Flugfeldes als Parklandschaft mit Freizeitmöglichkeiten erschlossen werden.
Nachnutzung insbesondere als Messestandort und für Event-Sportevents.
Seit Mai 2010 ist das ehemalige Flugfeld als Tempelhofer Park für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Jahr 2017 soll auf dem Gelände die Internationale Gartenschau stattfinden.

Quelle: Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tempelhof; → siehe auch: „Zurück in die Zukunft“ (zur Geschichte des Tempelhofer Feldes und Flughafens Tempelhof:: http://www.jedelsky.de/flughafen_tempelhof/index_2.html; Zentralflughafen Tempelhofer Feld:: http://www.zentralflughafen-tempelhof.de/

Tempelhofer Damm

► Platz der Luftbrücke: 1948 diente der Flughafen Tempelhof während der Blockade West-Berlins dem Transport von Verpflegung und Gütern für Berlin per Flugzeug. ► Luftbrückendenkmal („Hunger-Harke“ – ein weiteres Denkmal baugleicher Art befindet sich beim Flughafen Frankfurt.)

U-Bahnhof Platz der Luftbrücke >> U6 zum Hallesches Tor >> U1 zum Kottbusser Tor
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Exkursion Berlin, 17.02.-20.02.2011 – Logfile c

25 Feb

Samstag, 19.12.2010

S-Bahnhof Warschauer Straße >> Fahrt mit der S-Bahn zum Ostkreuz >> S-Bahn nach Adlershof

► Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof
Entwicklung des Areals westlich der Straße Adlergestell als Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien (WISTA:: http://www.adlershof.de/), seit 1991 mehr als 800 Unternehmen mit ca. 14.000 Mitarbeitern, auch sechs naturwissenschaftliche Institute der Humboldt-Universität. Die WISTA-Management GmbH ist für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Technologieparks verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehören Kommunikation und Marketing, Förderung von Technologiefeldern und Akquisition.
1909 eröffnete der erste deutsche Motorflugplatz in Johannisthal-Adlershof, der schnell international bekannt wurde. Es bildete sich ein Zentrum mit Unterkünften, Produktionshallen, Fliegerschulen, und vielen namhaften Konstrukteuren und bekannten Fliegern. 1912 wurde die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL), der Vorgänger des heutigen Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), in Adlershof gegründet.
Nach 1945 wurde in Adlershof die Akademie der Wissenschaften der DDR angesiedelt, die viele Institute der angewandten Forschung beherbergte. Auch das Fernsehen wurde am Standort platziert (Fernsehzentrum Adlershof). Hinzu kam das Wachregiment Feliks Dzierzynski. Es wurde ein Radioteleskop mit 36 Meter Durchmesser errichtet und einige Forschungsinstitute angesiedelt.
Mit dem Untergang der DDR wurden die Betriebe fast vollständig abgewickelt, und die Betriebsgelände waren plötzlich weithin ungenutzt. So entstand der Plan, die bestehenden Einrichtungen und verbliebenen Institute in eine neue integrierte Landschaft aus Wissenschaft und Wirtschaft einzubinden. Ein markantes Symbol dieser neuen Landschaft ist heute das BESSY-II Elektronensynchrotron, errichtet zwischen 1993 und 1997.
► Rundgang über das Gelände: Kugellabore (unter Denkmalschutz = „Akademiebusen“), Aerodynamischer Park mit Großem Windkanal, Trudelturm und Motorenprüfstand, BESSY-II Elektronensynchrotron sowie zahlreiche Unternehmens- und Institutsgebäude

S-Bahnhof Adlershof >> Fahrt mit der S-Bahn nach Grünau

► Gartenstadt Falkenberg („Tuschkastensiedlung“): Wohnsiedlung in Berlin Bohnsdorf, eine von sechs Wohnsiedlungen der Berliner Moderne (UNESCO-Liste des Weltkulturerbes seit 2008). Die Gartenstadt Falkenberg ist die älteste dieser sechs Wohnsiedlungen. Sie ist noch der Gartenstadtidee und dem damit verbundenen Baugenossenschaftlichen Siedlungs- und Lebensmodell verpflichtet. Beauftragt mit dem Bebauungsplan wurde der Architekt Bruno Taut. Von der gesamten Planung wurden im ersten Bauabschnitt um den Akazienhof lediglich 34 Wohnungen und im zweiten Abschnitt am Gartenstadtweg 93 Wohnungen realisiert. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und der Erste Weltkrieg unterbrachen die Bautätigkeit. Besondere Kennzeichen: die intensive Farbgebung und die abwechslungsreiche Gestaltung der Straßen und Plätze

→ Siehe auch Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Gartenstadt Falkenberg – Tuschkastensiedlung:: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmale_in_berlin/de/weltkulturerbe/siedlungen/falkenberg.shtml

→ Siehe auch: Berlin:street. Berlin für Neugierige: Spaziergänge in Berlin in den 90er Jahren, von Diether Huhn: Von Altglienicke nach Grünau:: http://www.berlinstreet.de/3924

S-Bahnhof Grünau >> Fahrt mit der S-Bahn zum Baumschulenweg >> Fahrt mit dem Bus zur Blaschkoallee
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Exkursion Berlin, 17.-20.02.2011- Logfile-b

24 Feb

Freitag, 18.02.2011

Fahrt mit der Straßenbahn M20 zum Frankfurter Tor, U-Bahn bis Schillingstraße (mit historischen Fotos im Bahnhof

Karl Marx-Allee ► ‚Mocca-Milch-Eisbar“ (siehe Beitrag in der Berliner Zeitung vom 27.02.1996:: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0227/lokales/0113/index.html)

► Café Moskau (mit dem Mosaik „Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion“ und dem Sputnik in Originalgröße auf dem Dach)

Die ehemalige Nationalitätengaststätte Restaurant Moskau, gegenüber dem Kino International auf der Nordseite der Karl-Marx Allee gelegen, ist nach einem Gestaltungskonzept entwickelt, das auf Transparenz, Ornamentlosigkeit und der Durchdringung von Innen und Außen ausgerichtet war. Joseph Kaiser entwarf einen nach Süden zu einem umfriedeten Architekturgarten offenen, zweigeschossigen Atriumbau, dessen auskragendes Obergeschoss hinter einer raumhohen Panoramaverglasung ursprünglich ein Konzertcafé und eine Teestube aufnahm. Das durchlaufende Fensterband wird lediglich über der Ecke am Haupteingang durch eine offene, ‚schwebende’ Gitterstruktur aus Stahlbeton unterbrochen. Dort ist ein kleiner Vorplatz in die Gebäudekubatur eingeschnitten, der von einem ungewöhnlich großen (9 x 15m), von Bert Heller 1960 entworfenen Wandmosaik mit dem Titel „Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion“ bestimmt wird. Ein Sputnik-Satellit kündet auf dem Mosaik wie auch als 1:1-Modell auf einer Stele über der Ecke die Botschaft vom technischen Fortschritt des sowjetischen Volkes. Die Leichtigkeit des Obergeschosses wird noch verstärkt durch die umlaufende Leuchtreklame mit dem Namenszug nach Entwurf des Grafikers Klaus Wittkugel.

Quelle: Denkmaldatenbank der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009011370,T,003)

► Filmtheater International

„Das 1961-1963 nach Entwürfen von Josef Kaiser errichtete Kino International ist das markanteste Gebäude im II. Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee. Seine städtebaulich herausgehobene Stellung im Zentrum des neuen Wohnkomplexes gegenüber der Einmündung der Schillingstraße ist besonders vor dem Hintergrund der Fassade des zehngeschossigen Hotels Berolina effektvoll inszeniert worden. Die gegenüber dem ebenfalls von Josef Kaiser 1960-1962 erbauten ‚Kino Kosmos’ im älteren Abschnitt der Karl-Marx-Allee ‚fast monumentale Außenarchitektur’ zeigt deutliche Bezüge zu zwei der wichtigsten Theaterneubauten im Westteil Berlins, dem Kino ‚Zoo-Palast’, 1956-1957 von Schwebes und Schoszberger, und der Deutschen Oper, 1956-1961 von Fritz Bornemann.
Kaiser entwickelte ausgehend von der Form des Zuschauerraums einen durch seine Funktionsbereiche gegliederten Baukörper, dessen Höhe von 15 Metern durch den städtebaulichen Entwurf vorgegeben war. Der mächtige Kinosaal als wesentliches Element des Gebäudes liegt auf einem niedrigen Sockelgeschoss mit Kassen- und Garderobenhalle. Die geschwungene Parkettlinie des Saalkörpers und ein Materialwechsel trennen die beiden Geschosse. Der Kinosaal mit großzügigem Foyer kragen stützenfrei neun Meter über das Erdgeschoss. Die verglaste Vorderfront öffnet sich zur ‚Verkehrsflut der Karl-Marx-Allee’. Die Gleichbehandlung der Fußboden- und Wandflächen auf dem überdeckten Vorplatz unterhalb des Foyers und die Transparenz des Eingangsbereichs charakterisieren das Gebäude als ein „offenes Haus“.
Die drei fensterlosen Wände des Erdgeschosses nehmen ein aus nur zwei Formen entwickeltes, bewegtes Bildhauerrelief auf, in das 14 Betongussplatten mit dem Titel „Aus dem Leben heutiger Menschen“ integriert sind. Die künstlerische Konzeption der Seitenfassaden lag bei Waldemar Grzimek, Karl-Heinz Schamal und August Schievelbein.“

Quelle: Denkmaldatenbank der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009011370,T,003)

► Blick auf das Hochhaus „Haus des Reisens“ (siehe anderes Berlin.de: Alexanderplatz: DDR-Bauten:: http://www.anderes-berlin.de/html/die_ddr-bauten.html), im 12. und 15. Stock der club weekend::http://www.week-end-berlin.de)

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Exkursion Berlin, 17.02-20.02.2011 – Logfile-a

22 Feb

Donnerstag, 17.02.2011

Ankunft in Berlin Ostbahnhof um 12.32 Uhr

Mühlenstraße Richtung Oberbaumbrücke ► East Side Gallery (::: http://www.eastsidegallery-berlin.de/)

Blick auf die O2-World-Arena (:: http://www.o2world-berlin.de), Warschauer Straße (Brücke über die Gleise) Blick auf das RAW-Gelände (ehemaliges Betriebsgelände des „Reichsbahnausbesserungswerkes Berlin Revaler Straße“),

Helsingforser Straße → Sunflower Hostel (:: http://www.sunflower-hostel.de)

Rundgang durch Friedrichshain:

Helsingforser Platz, Revaler Straße, Warschauer Straße bis zum Frankfurter Tor ► Karl-Marx-Allee (Informationsportal zur Karl-Marx-Allee:: http://kma-portal.de/kma/s.html), Günter Peters: „Nationale, klassizistische und fortschrittliche“ Bautradition. Zur Baugeschichte der Berliner Stalinallee 1949-19556, in: Berlinische Monatschrift Heft 3/2001:: http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0103prof.htm).

Frankfurter Allee, Mainzer Straße, Gärtnerstraße ► Boxhagener Platz Weiterlesen

Exkursionen nach Stuttgart – Logfile

16 Dez

Hauptbahnhof: Turmforum Ausstellung Stuttgart 21 (siehe auch: Bahnprojekt Stuttgart-Ulm (Das neue Herz Europas); Schlichtung Stuttgart 21; Informationsseiten der Landeshauptstadt Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart-Ulm; Pro Stuttgart 21; K21 – ja zum Kopfbahnhof/Nein zu Stuttgart 21

Hauptbahnhof (siehe auch: Der Stuttgarter Hauptbahnhof. Ein Meisterwerk der Architektur)

Hindenburgbau K.-G-Kiesinger-Platz ::: Verwaltungszentrum der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) Baugebiet A1 – Stuttgart 21 ::: Pariser Platz: „Bibliothek des 21. Jahrhunderts“ ( siehe auch: Stadtbücherei Stuttgart > Die neue Bibliothek)
Warschauer Straße :
:: Verwaltungssitz der Baden-Württembergischen Bank

Heilbronner Straße, Wolframstraße Am Schlossgarten ::: Mittlerer Schlossgarten (siehe auch: Rosenstein und Schlossgarten Stuttgart) Weiterlesen