about

Wir sind Geographen und Ökologen, Geologen, Biologen und Ethnologen, außerdem Hausbesitzer und Wohnungsmieter, Säulen der Gesellschaft, Konspirateure und Inspirateure. Wir vertiefen ständig unsere Kenntnisse der Mensch-Umwelt-Beziehungen und Umwelt-Mensch-Beziehungen. Zahlreiche Exkursionen führen uns in in viele Regionen Mitteleuropas, und dank unserer Mäzene (wir brauchen noch mehr davon) auch in andere Teile der Erde.

Dieses Weblog hat seinen Ursprung in unserem Interesse an der Wahrnehmung und Analyse der Oberflächenformen der Erde. Das ist ziemlich viel, deswegen sind wir auch immer sehr beschäftigt. Über die Beschäftigung mit Landschaft(en) sind wir irgendwann auf die Spaziergangswissenschaft gestoßen (die gibt’s tatsächlich), und es ist uns bewusst geworden, dass wir eigentlich seit vielen Jahren Spaziergänge durchführen.

Außer Spaziergängen, Exkursionen und landschaft-en beschäftigen wir uns inzwischen mit der Konzeption einer flaneuristischen Geographie, mit Location Tracking, Erkundungen, Grenzgängen, Urban Explorations und Field Recording (mit einem H2 Zoom – Dateien werden hochgeladen im SpaceFlaneur-Tumblelog).

Wohin dieses Weblog führen soll? Vielleicht ermöglicht es Spaziergänge und Erkundungen durch Raum(-theorien), Zeit, Orte und Regionen. In jedem Falle möchten wir mit diesem Weblog die Faszination der Geographie zum Ausdruck bringen. Die Geographie ist anziehend, reizvoll und faszinierend. Ihr Forschungsfeld ist die ganze Welt mit all ihren Menschen, sozialen Gruppen, Phänomenen, Orten usw., (denen man auch auf Spaziergängen begegnen kann). Geographie hat eine weitaus größere Relevanz für Zukunftsfragen und die Herausforderungen der Gegenwart, als man gemeinhin erwarten dürfte. Sie wirft intensive Seitenblicke auf andere Disziplinen (Soziologie, Architektur, Kulturwissenschaften, Philosophie, Geologie, Biologie). Die Geographie geht dennoch ihren eigenen Weg, schreibt Geographen aber nicht einen Weg vor.

3 Antworten to “about”

  1. Timmy Selle Oktober 9, 2009 um 10:50 am #

    Ich bin ein Spaceflaneur. Ich suche den Weg, um mich in der Masse auf zu lösen und doch anders zu sein. Ich suche den Gleichstrom und finde unterschiedliche Wege diesen zu durchbrechen mit ihm im Wechsel zu sein. Dabei fange ich kulturelle Gepflogenheiten und verliebe mich in einige von ihnen. Sie machen erst die Reise so interessant und schön. Aber während dieses ganzen Prozesses sprühen Idee, kreative Ergüsse, die in mir den Wunsch äußern etwas zu hinterlassen. Bin ich dann noch ein Flaneur des Raums? Darf ein Spaceflaneur, ein Geograph, aktiver sein und Ideen verwirklich und so auf neue Wirkungen abzielen?

    Vielleicht kann mir dies wer beantworten, denn in diesem Dilemma befinde ich mich. Darf ich als Geograph nur Beobachter 2. Ordnung sein?

    • mawerner Oktober 9, 2009 um 11:11 am #

      Hi Timmy, freut mich – wo flanierst du denn so rum? Als Geograph darf und muss man mehr als nur Beobachter 2. Ordnung sein, sonst endet man als Technokrat. Sich selbst beflanieren – das ist schon so bisschen wie in einem Road-Movie. Ob ein Flaneur Ideen verwirklichen darf und Wirkungen zeitigen darf – ein Spaceflaneur darf das (ein Geograph sowieso). Ohne das Flanieren, hätte man z.B. die neuen Landschaften nicht entdeckt. Flaneurismus ist aber keine Panazee, Dilemmata bleiben – Verscheibungen, Verwerfungen, die es zu begehen gilt.
      Schreib mir mal was über die kulturellen Gepflogenheiten, in die du dich verliebt hast. Viele Grüße, MaW

      • Timmy Selle August 18, 2010 um 1:07 pm #

        Hallo Mawerner,
        Da habe ich völlig vergessen, mal vorbei zu schauen, und lese erst jetzt deine Antwort. So ein fast Jahr geht schnell vorbei. Kulturelle Gepflogenheiten? Was hatte ich mir dabei gedacht. Ich lasse meinen jetzigen Gedanken einfach freien Lauf. Was macht Kreativität aus? Wenn man natürlicherweise davon ausgeht, dass alle Menschen kreativ sind, auf Grundlage ihrer Fähigkeit zu überleben, weil sie kreativ Strategien entwickelten, kann man nicht leugnen, dass man nicht selten auch von kreativen Menschen spricht, die man betont abgegrenzt werden. Ich erlaube mir die Formulierung besonders kreativ. Was macht diese Menschen aus und wie kann der Raum ins Spiel gebracht werden? Ich mute mir zu, zu behaupten, kein einfach kreativer Mensch zu sein. Und mich im Sinne meines Erkenntnis-Wunsches und der Wissenschaft auf SpaceFlaneur-Weise große Schritte zu gehen. Wenn schon das Leben in Leipzig enorme iNeuronen-Feuer auslöst – iNeuronen ist nicht mehr als das Wortspiel, in dem das i für Ideen steht –, was können an Feuer entfacht werden, wenn man sich auf einer Reise befindet und immer wieder neuen Eindrücken und Erfahrungen ausgesetzt ist. Diese neuen Orte beeinflussen mein Flaneur-Sein. Und wenn ich flaniere kommen die Ideenblitze. Wie schafft der Raum diesen Effekt?

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