Deutscher Kongress für Geographie 2019 – Umbrüche und Aufbrüche. Geographie(n) der Zukunft. 25.-30.09.2019, Kiel

19 Jul

„Geographie.“ – „Aah, Steine, Bodenschätze und so…?“ – „Nein, das wäre Geologie. Geographie!“ – Klingt nach einer tollen, vielseitigen und relevantenWissenschaftsdisziplin:

Leitthemen

  1. Umbrüche und Aufbrüche: Theorien und Konzepte der Geographie im Wandel

Geographie 50 Jahre nach Kiel, methodologische Reflexionen, Raumkonzepte und Raumvorstellungen, Perspektiven auf Regionalität und Regionale Geographie, Turns und disziplinäre Aufbrüche, Selbstverständnis der Geographie im Kontext inter- und transdisziplinärer Forschung, neue Wissenschaftsverständnisse in der Geographie (transformative sciences, public geography etc.), materielle, diskursive und performative Dimensionen von Räumlichkeit

  1. Geographien in kritischer Perspektive

Kritische, radikale, anarchistische Geographien, Positionalität und Positionierungen, Macht und Raum, Soziale Bewegungen und emanzipatorische Gegen-Geographien, Postkolonialismus, Geographie und Geschlecht, Historisch-geographischer Materialismus, Gerechtigkeit und Demokratie in räumlicher Perspektive, anti-demokratische Bewegungen als Objekt der Geographie, Politische Ökologie und Gesellschaftliche Naturverhältnisse, Kritische Physische Geographie

  1. Geographie und Praxis

Selbstverständnis der Angewandten Geographie 50 Jahre nach Kiel, Praxis-Hochschul-Dialog, Konzepte räumlicher Planung im Wandel, transdisziplinäre Ansätze und aktuelle Herausforderungen der geographischen Berufspraxis, Methodeneinsatz und Berufsfelder im Wandel, Arbeitsmärkte, lebenslanges Lernen und Internationalisierung in geographischer Praxis, Planungshorizont Europa

  1. Geographie und Bildung

Geographiedidaktik 50 Jahre nach Kiel, Geographische Bildung und ihre gesellschaftliche Verantwortung: Gegenwart und Zukunft auf der Erde nachhaltig gestalten lehre/lernen, Forschung und Diskurse zu Basiskonzepten und Kompetenzförderung, Didaktischer Umgang mit Raumkomplexität, (Geo-)Medien und (Geo-)Methoden im Kontext von Digitalisierung und Gesellschaft, Geographie in Fächerverbünden und Verbundfächern, Geographie und bürgernahe politische Bildung

  1. Geographie und Globaler Wandel

Global Change, Climate Change, Küsten- und Meeresforschung, Governance von marinen Ressourcen, Skaleneffekte, neue Ansätze der Entwicklungsforschung, geographische Konfliktforschung, Nachhaltigkeit, Risiko, Verwundbarkeit, Resilienz, sozial-ökologische Transformationen, Leben im Anthropozän, Energiewende als Gegenstand geographischer Forschung

  1. Umweltprozesse und Umweltmodellierungen

Raumbezogene Ansätze zur Beobachtung , Modellierung und experimentellen Untersuchung aktueller Landschafts- und Umweltdynamiken; raumbezogene Ansätze zur Analyse, Rekonstruktion und Modellierung historischer und prähistorischer Landschafts- und Umweltdynamiken; integrative Modellierung von Mensch-Umweltprozessen auf der Landschaftsskala, Landnutzungswandel, Landschaftsdegradation

  1. Gesellschaft, Bevölkerung und Wirtschaft in Bewegung

Soziale Ungleichheit und ungleiche Entwicklungen, Armut, Fragmentierungen und Polarisierungen, Citizenship, Öffentliche Räume, Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeiten in sozialgeographischer Analyse, Migration und Flucht, Translokalität, sozialer und demographischer Wandel, Migrations- und Grenzregime; die Macht von Zahlen in Bevölkerungsgeographie und Migrationsforschung, Evolutionäre Wirtschaftsgeographie, Wissensökonomie, Industrie 4.0, Globale Produktionsnetzwerke, Nachhaltigkeit und Wirtschaft, Logistik, Finanzgeographie, Einzelhandelsforschung

  1. Stadt-Land-Welten

Stadträume und Stadtwelten, urbane Zentralität und neue Peripherien, Wohnen und Wohnungspolitiken, Innovations- und Kreativraum Stadt, Kultur und Stadt, geographische Quartiersforschung, Privatisierung, Finanzialisierung, Urban Commoning und Rekommunalisierung in urbanen Räumen, Mobilitätsforschung in Stadt und Land, Immobilienwirtschaft in städtischen und ländlichen Räumen, aktuelle Herausforderungen ländlicher Räume, Neue Ländlichkeit, Daseinsvorsorge, Stadt-Land-Beziehungen, Geographien der Ernährung, Tourismuskonzepte

  1. Digitalisierung und Geographie

‚Big data‘ in geographischen Bezügen, Geodaten-Infrastrukturen, Geodatenportale, ‚Open Geo-Data‘, volunteered geographic information, Critical GIS, Open-source-Software für geographische Analysen, Data-Mining, neue Erdbeobachtungstechniken und –daten, ‚Digital Humanities‘, politische und soziale Dimensionen der Digitalisierung, Smart Cities in kritischer Perspektive

Quelle: Rundbrief Geographie 273, Juli 2018, S. 3-5.

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