Exkursion Berlin, 17.-20.02.2011- Logfile-b

24 Feb

Freitag, 18.02.2011

Fahrt mit der Straßenbahn M20 zum Frankfurter Tor, U-Bahn bis Schillingstraße (mit historischen Fotos im Bahnhof

Karl Marx-Allee ► ‚Mocca-Milch-Eisbar“ (siehe Beitrag in der Berliner Zeitung vom 27.02.1996:: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0227/lokales/0113/index.html)

► Café Moskau (mit dem Mosaik „Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion“ und dem Sputnik in Originalgröße auf dem Dach)

Die ehemalige Nationalitätengaststätte Restaurant Moskau, gegenüber dem Kino International auf der Nordseite der Karl-Marx Allee gelegen, ist nach einem Gestaltungskonzept entwickelt, das auf Transparenz, Ornamentlosigkeit und der Durchdringung von Innen und Außen ausgerichtet war. Joseph Kaiser entwarf einen nach Süden zu einem umfriedeten Architekturgarten offenen, zweigeschossigen Atriumbau, dessen auskragendes Obergeschoss hinter einer raumhohen Panoramaverglasung ursprünglich ein Konzertcafé und eine Teestube aufnahm. Das durchlaufende Fensterband wird lediglich über der Ecke am Haupteingang durch eine offene, ‚schwebende’ Gitterstruktur aus Stahlbeton unterbrochen. Dort ist ein kleiner Vorplatz in die Gebäudekubatur eingeschnitten, der von einem ungewöhnlich großen (9 x 15m), von Bert Heller 1960 entworfenen Wandmosaik mit dem Titel „Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion“ bestimmt wird. Ein Sputnik-Satellit kündet auf dem Mosaik wie auch als 1:1-Modell auf einer Stele über der Ecke die Botschaft vom technischen Fortschritt des sowjetischen Volkes. Die Leichtigkeit des Obergeschosses wird noch verstärkt durch die umlaufende Leuchtreklame mit dem Namenszug nach Entwurf des Grafikers Klaus Wittkugel.

Quelle: Denkmaldatenbank der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009011370,T,003)

► Filmtheater International

„Das 1961-1963 nach Entwürfen von Josef Kaiser errichtete Kino International ist das markanteste Gebäude im II. Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee. Seine städtebaulich herausgehobene Stellung im Zentrum des neuen Wohnkomplexes gegenüber der Einmündung der Schillingstraße ist besonders vor dem Hintergrund der Fassade des zehngeschossigen Hotels Berolina effektvoll inszeniert worden. Die gegenüber dem ebenfalls von Josef Kaiser 1960-1962 erbauten ‚Kino Kosmos’ im älteren Abschnitt der Karl-Marx-Allee ‚fast monumentale Außenarchitektur’ zeigt deutliche Bezüge zu zwei der wichtigsten Theaterneubauten im Westteil Berlins, dem Kino ‚Zoo-Palast’, 1956-1957 von Schwebes und Schoszberger, und der Deutschen Oper, 1956-1961 von Fritz Bornemann.
Kaiser entwickelte ausgehend von der Form des Zuschauerraums einen durch seine Funktionsbereiche gegliederten Baukörper, dessen Höhe von 15 Metern durch den städtebaulichen Entwurf vorgegeben war. Der mächtige Kinosaal als wesentliches Element des Gebäudes liegt auf einem niedrigen Sockelgeschoss mit Kassen- und Garderobenhalle. Die geschwungene Parkettlinie des Saalkörpers und ein Materialwechsel trennen die beiden Geschosse. Der Kinosaal mit großzügigem Foyer kragen stützenfrei neun Meter über das Erdgeschoss. Die verglaste Vorderfront öffnet sich zur ‚Verkehrsflut der Karl-Marx-Allee’. Die Gleichbehandlung der Fußboden- und Wandflächen auf dem überdeckten Vorplatz unterhalb des Foyers und die Transparenz des Eingangsbereichs charakterisieren das Gebäude als ein „offenes Haus“.
Die drei fensterlosen Wände des Erdgeschosses nehmen ein aus nur zwei Formen entwickeltes, bewegtes Bildhauerrelief auf, in das 14 Betongussplatten mit dem Titel „Aus dem Leben heutiger Menschen“ integriert sind. Die künstlerische Konzeption der Seitenfassaden lag bei Waldemar Grzimek, Karl-Heinz Schamal und August Schievelbein.“

Quelle: Denkmaldatenbank der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009011370,T,003)

► Blick auf das Hochhaus „Haus des Reisens“ (siehe anderes Berlin.de: Alexanderplatz: DDR-Bauten:: http://www.anderes-berlin.de/html/die_ddr-bauten.html), im 12. und 15. Stock der club weekend::http://www.week-end-berlin.de)

Karl-Marx-Allee Richtung Alexanderplatz ► Haus des Lehrers mit Mosaikfries „Unser Leben“, Kongresshalle

„Den Auftakt der Karl-Marx-Allee, vom Alexanderplatz aus gesehen, bildet das Haus des Lehrers mit Kongresshalle Alexanderplatz 3-4. Die Gebäudegruppe aus Hochhaus und überkuppeltem Flachbau entstand 1961-1964. Anknüpfend an die Tradition des Lehrervereinshauses, das vor dem Krieg an dieser Stelle stand, beherbergte sie das Kultur-, Bildungs- und Informationszentrum für Lehrer und Eltern mit pädagogischer Zentralbibliothek, Café und Restaurant. Die Kongresshalle enthält einen Saal für 1000 Personen, einige kleinere Säle und Versammlungsräume sowie einen Imbissraum.
Der damalige Chefarchitekt von Berlin, Hermann Henselmann, wollte mit seiner Architektur ‚Gebäudepersönlichkeiten’, ‚unverwechselbare Städte- und Heimatbilder mit Hilfe modernster industrieller Methoden’ entstehen lassen. Henselmann plante Identifikationsobjekte für die neue Hauptstadt der DDR. Die Architektur wurde autonom, orientierte sich an internationalen Standards und sollte durch industrielle Fertigung schnell und billig produziert werden können. Die ornamentale Überfrachtung, wie sie noch zur stalinistischen Architektur des ersten Bauabschnittes der Karl-Marx-Allee gehörte, wurde zu Gunsten der Leichtigkeit und Transparenz der internationalen Moderne aufgegeben.
Der dreizehngeschossige Stahlbetonskelettbau steht im Erdgeschoss auf freigestellten Rundstützen. Die Vorhangfassade ist, abgesehen von einer leichten Betonung des Rahmens, einer strengen und einheitlichen Grundstruktur aus Spiegelglas und Aluminiumbrüstungen unterworfen, die effektvoll die Wirkung des auf der Höhe des Buchmagazins liegenden Mosaikfrieses steigert. Der Bildhauer und Maler Walter Womacka zeigt auf dem 125 Meter langen Bildfries mit dem Titel ‚Unser Leben’ Lebens- und Wissensbereiche, die eine sozialistische Erziehung den Lernenden nahe bringen sollte. Dargestellt sind unter anderem ein junges Paar, eine Unterrichtssituation, eine Friedenstaube, Brigadebesprechungen, Szenen mit Werktätigen, Ernte, ein Künstler bei der Arbeit, ein Parabolspiegel, eine Rakete und ein Atommodell. Das Bild ist ein optimistisches Selbstportrait eines sich modern gebenden sozialistischen Staates.
Dem Hochhaus ist der Flachbau der Kongresshalle zugeordnet, dessen Hauptsaal von einer, mit einer Aluminiumhaut überzogenen Betonschalenkuppel überdeckt wird. Dem verglasten, sich als offenes und öffentliches Haus artikulierenden Kubus ist ein überkuppelter, geschlossener Zylinder eingestellt. Weitere Gegensätze bilden die Farbgebung aus reinem Weiß und kräftigen Tönen sowie die beiden ins Obergeschoss führenden, eigenwillig gewendelten Treppen mit leichten, geschwungenen Eisengeländern, die den nüchternen, von rechten Winkeln geprägten Kubus kontrastieren.
Die ungewöhnliche Kombination eines Hochhauses mit einem umlaufenden übergroßen und weithin sichtbaren Bild machte das ‚Haus des Lehrers’ zu einem weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannten Wahrzeichen der DDR-Hauptstadt.“

Quelle: Denkmaldatenbank der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009011381)

Blick auf das ► Alfred-Döblin-Haus/Alex 6 (früher Haus der Elektroindustrie) mit einem Zitat aus Alfred Döblins Roman Berlin Alexanderplatz:

„Eine Handvoll Menschen um den Alex. Am Alexanderplatz reissen sie den Damm auf für die Untergrundbahn. Man geht auf Brettern. Die Elektrischen fahren über den Platz die Alexanderstraße herauf durch die Münzstraße zum Rosenthaler Tor. Rechts und links sind Strassen. In den Strassen steht Haus bei Haus. Die sind vom Keller bis zum Boden mit Menschen voll. Unten sind Läden. Destillen, Restaurationen, Obst- und Gemüsehandel, Kolonialwaren und Feinkost, Fuhrgeschäft, Dekorationsmalerei, Anfertigung von Damenkonfektion, Mehl und Mühlenfabrikate, Autogarage, Feuersozietät. Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte. Nächstes Jahr, 1929, wirds noch kälter.”

Siehe anderes Berlin.de: Alexanderplatz: DDR-Bauten:: http://www.anderes-berlin.de/html/die_ddr-bauten.html)

Blick auf das ehemalige ► Interhotel „Stadt Berlin“ Hochhaus mit 37 Etagen, 123 m hoch), heute Park Inn Hotel mit einer neuen verglasten Fassade (siehe anderes-berlin.de: Alexanderplatz: DDR-Bauten:: http://www.anderes-berlin.de/html/die_ddr-bauten.html) → öffentlich zugängliche Aussichtsterrasse

► Alexanderhaus (erbaut vom Architekten PeterBehrens 1930 bis 1932, siehe anderes-berlin.de: Alexanderplatz: Das Alexander- und das Berlinahaus:: http://www.anderes-berlin.de/html/das_alexander-___das_berolinah.html)

► Urania Weltzeituhr (entworfen von Erich John, Dozent and der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin, seit 1969 am Alexanderplatz)

► Berolina-Haus (erbaut vom Architekten Peter Behrens 1930 bis 1932, siehe anderes-berlin.de: Alexanderplatz: Das Alexander- und das Berlinahaus:: http://www.anderes-berlin.de/html/das_alexander-___das_berolinah.html)

► Bahnhof Alexanderplatz (1881 nach Plänen von Johann Eduard Jacobsthal im Zusammenhang mit der Berliner Stadtbahn bebaut, Umgestaltung von 1929 bis 1932).

Weitere Informationen zum Alexanderplatz: Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Projekt Alexanderplatz:: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/alexanderplatz/index.shtml

Rathausstraße

► Fernsehturm („Telespargel“): das höchste begehbare Bauwerk Westeuropas, erbaut von 1964 bis 1969 als „sozialistische Höhendominante mit Panoramaterrasse und Tele-Café in de Kugel >>> http://www.tv-turm.de/

► Marienkirche: eine der ältesten noch sakral genutzten Kirchen Berlins, eines von ursprünglich sechs mittelalterlichen Kirchengebäuden im historischen Stadtkern Berlins, im ehemals dicht bebauten Marienviertel mit einem spätgotischen Fresko eines ‚Totentanzes in der Turmvorhalle

► Neptunbrunnen (1891 vom Bildhauer Reinhold Begas >>> Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Öffentliche Brunnen in Berlin:: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/brunnen/index.shtml)

► Rotes Rathaus: Sitz des Regierenden Bürgermeisters und des Senats von Berlin, eines der bekanntesten Wahrzeichen von Berlin; erbaut zwischen 1861 und 1869 nach den Entwürfen von Hermann Waesemann im Neo-Renaissancestil (siehe Berlin.de: Der Regierende Bürgermeister & Senatskanzlei: Virtueller Rathausrundgang:: http://www.berlin.de/rbmskzl/rundgang/index.html)

Spandauer Straße, Am Nussbaum, Propststraße

► Nikolaiviertel → Keimzelle der Stadt Berlin – rekonstruiert durch die DDR-Führung anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt. Parzellierung und Verlauf der Straßen vermitteln einen Eindruck von der Berliner Altstadt.

► Nikolaikirche: Ältester Kirchenbau der Stadt, erbaut 1220-1230, später Umbau zur gotischen Hallenkirche. Letzter Gottesdienst 1939, seit 2010 ein Museum (Stiftung Stadtmuseum: Nikolaikirche:: http://www.stadtmuseum.de/index3.php?museum=nk)

► Gründungsbrunnen (1928 nach einem Entwurf von Gerhard Thieme, in der Mitte eine Säule die von einem Bären bekrönt wird, der ein Wappen mit einem Adler hält) >>> Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Öffentliche Brunnen in Berlin:: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/brunnen/index.shtml)

Poststraße ► Denkmal von Heinrich Zille („Pinselheinrich“, 1858-1929, Grafiker, Lithograf, Maler, Zeichner und Fotograf, der in seiner Kunst Themen aus dem Berliner Milieu, Figuren und Szenen aus der sozialen Unterschicht von Randgruppen und aus den Berliner Mietskasernen, bevorzugte (→ Zille-Museum:: http://www.heinrich-zille-museum.de/)

Rathausstraße Richtung Karl-Liebknecht-Straße ► Grünanlage Marx-Engels-Forum mit dem bronzenen Marx-Engels-Monument

► Schlossplatz

Debatte um den Abriss des Palastes der Republik und den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses:

Blick auf das ► Gebäude des Staatsrates der DDR (Schlossplatz 1): errichtet von 1962 bis 1964 von Roland Korn und Erich Bogatzky → architektonischer Grundstein für die Ost-Moderne. In die Fassade integriert ist das sog. „Karl Liebknecht-Portal“, das ehemalige Portal des Berliner Stadtschlosses, von dessen Balkon aus Karl Liebknecht am 9. November 1918 die „sozialistische Republik“ ausgerufen hatte. → Symbol für die Verwirklichung der Ziele Karl Liebknechts und der Novemberrevolution durch die sozialistische DDR

Blick auf die ► Schloßbrücke: Verbindung der Prachtstraße Unter den Linden mit dem Schlossplatz. Karl Friedrich Schinkel ersetzte die hölzerne Hundebrücke zwischen 1821 und 1824 durch eine massive dreibogige Gewölbebrücke; beachtenswerter Figurenschmuck (acht überlebensgroße Skulpturengruppen mit Motiven aus der antiken Mythologie)

>>> Karl Friedrich Schinkel (1781-1841): preußischer Architekt, Stadtplaner, Maler, Grafiker und Bühnenbildner → bedeutender Mitgestalter des Klassizismus in Preußen; seine Bauwerke prägen noch hezute das Stadtbild der Berliner Mitte >>> http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Friedrich_Schinkel

► Berliner Dom: erbaut 1894 bis 1905 nach Plänen von Julius Raschdorff unter intensiver Einmischung von Kaiser Wilhelm II → wilde, übertrieben historisierende Mischung unterschiedlicher Neo-Bauformen.

Der Berliner Dom am Lustgarten wurde 1893-1905 als Oberpfarr- und Domkirche und bedeutendste evangelische Kirche des Landes sowie Grabkirche der Hohenzollern von Julius Raschdorff und dessen Sohn Otto Raschdorff erbaut. In einem Zentralbau unter einer großen Mittelkuppel befindet sich die Predigerkirche, nach Süden schließt eine kleine Tauf- und Traukirche an. In nördlicher Richtung erhob sich ursprünglich, an den Dom wie eine Apsis angefügt, die Denkmalskirche, in der als Erinnerung an bedeutende Hohenzollern Grabdenkmäler und leere Prunksärge aufgestellt waren. Dieser Teil des Doms wurde 1975-76 entfernt. (1) Von der Denkmalskirche gelangte man ehemals in die Gruftkirche der Hohenzollern, die fast das gesamte Untergeschoss des Doms einnimmt. Die westliche Hauptfassade ist als eine zum Lustgarten geöffnete Vorhalle konzipiert. Vier Türme an den Ecken umgeben die Hauptkuppel und zusammen bilden sie eine charakteristische Silhouette in der Berliner Mitte.
Stilistisch ist der Dom in eklektizistischen Formen der Hochrenaissance und des Barock gehalten. Er orientiert sich eher an der Architektur des Petersdoms, der Hauptkirche der katholischen Welt, als an seinem Vorgängerbau, dem nach Plänen von Knobelsdorff durch Johann Boumann 1747-50 errichteten und von Schinkel 1817-22 umgestalteten alten Dom am Lustgarten. Nach einem langen Planungsvorlauf für den Neubau, insbesondere unter König Friedrich Wilhelm IV. mit Entwürfen von Schinkel und Stüler und einem Wettbewerb im Jahre 1867, legte Julius Raschdorff 1885 erste Pläne vor. Gebaut wurde erst in der Regierungszeit Wilhelms II. ein dem Zeitgeschmack entsprechender Kolossalbau, an dessen Ausgestaltung die bekanntesten Künstler der wilhelminischen Epoche beteiligt waren. […] Neben einigen wertvollen Kunstwerken – Skulpturenschmuck am Außenbau sowie Mosaiken, Malereien, Glasgemälde und Ausstattungsgegenstände im Inneren – ist die Gruftkirche mit neunzig Sarkophagen und Grabmälern von Angehörigen des Hauses Hohenzollern aus dem 16. bis 20. Jahrhundert von herausragender Bedeutung. Einige der wichtigsten Sarkophage – unter anderen die beiden Prunksärge Friedrichs I. und seiner Gemahlin Sophie Charlotte, die 1713 und 1705 nach Entwurf von Andreas Schlüter in vergoldetem Zinnbleiguss ausgeführt wurden – sind seit 1993 im Hauptraum des Doms aufgestellt. Die Restaurierung beziehungsweise Rekonstruktion der Kuppelmosaiken wurde 2002 fertiggestellt.

Quelle: Denkmaldatenbank der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009030066), siehe auch Wikipedia: Berliner Dom:: http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Dom.

Am Lustgarten

► Altes Museum – Antikensammlung erbaut von Karl Friedrich Schinkel 1825 bis 1828 im Stil des Klassizismus >>> Staatliche Museen zu Berlin:: http://www.smb.spk-berlin.de/smb/home/index.php

Museumsinsel

„Die Berliner Museumsinsel gilt als ein ‚einzigartiges Ensemble von Museumsbauten, das die Entwicklung modernen Museums-Designs über mehr als ein Jahrhundert illustriert’. Sie ist ein „herausragendes Beispiel für das Konzept des Kunstmuseums, das auf die Zeit der Aufklärung und der Französischen Revolution zurückgeht“. Zu dem Gebäudekomplex der Museumsinsel, die die UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe erklärt hat, gehören fünf Museumsbauten: das Pergamon-Museum, das Alte Museum, die Nationalgalerie, das Bode-Museum (ehemals Kaiser-Friedrich-Museum) und das Neue Museum. Die Museumsinsel gehört zum kulturellen Erbe des 19. Jahrhunderts, des Zeitalters der Bildung und der Wissenschaften. Die Idee des Museums ist geistesgeschichtlich ein Ergebnis der Aufklärung. Die Öffnung vormals fürstlicher Sammlungen und Schatzkammern für die Allgemeinheit war eine Forderung seit der Französischen Revolution.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission e.V.: Berliner Museumsinsel:: http://www.unesco.de/315.html

Weitere Informationen:

Bodestraße, Hinter dem Gießhaus

Deutsches Historisches Museum im Zeughaus mit der ► neuen Ausstellungshalle von I. M. Pei mit einem gläsernen Turmbau. Das Zeughaus ist das älteste erhaltene Gebäude an der Prachtstraße Unter den Linden, errichtet 1695 bis 1706 im Stil des Barock >>> Deutsches Historisches Museum:: http://www.dhm.de/

► Unter den Linden zentraler Prachtboulevard Berlins, 1,4 km vom Pariser Platz bis zur Schlossbrücke, anfangs ein Reitweg vom Berliner Stadtschloss zum Tiergarten. Entwicklung zur Prachtstraße unter Friedrich I seit 1696, weiter Ausbau durch Karl Friedrich Schinkel auf Geheiß von Friedrich Wilhelm III: nach dem Sieg über Napoleon.

Forum Fridericianum

Der preußische König Friedrich II. (der Große, der „Alte Fritz“, 1712-1786), gab königliche Bauten in Auftrag; er wollte in Berlin an Stelle der seit 1735 abgetragenen Festungsanlagen in unmittelbarer Nähe des Stadtschlosses neue städtebauliche Akzente setzen. Das Forum Fridericianum (heute Bebelplatz) war ursprünglich in sehr großen Dimensionen mit zahlreichen Bauwerken geplant, wurde dann aber lediglich in reduzierter Form verwirklicht. Friedrichs wichtigster Ratgeber war der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753).

>>> Wikipedia: Forum Friedericianum:: http://de.wikipedia.org/wiki/Forum_Fridericianum

► Hauptgebäude der Humboldt-Universität (Palais des Prinzen Heinrich, Unter den Linden 6): spätbarockes Gebäude nach ersten Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Bei der Gründung der Berliner Universität 1809 widmete der damalige preußische König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) das Gebäude der neuen Universität. Von stadträumlicher Bedeutung ist die umfassende Erweiterung der Universität aus den Jahren 1913-20 nach Plänen von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann.
Für die DDR war die Universität von besonderer Bedeutung, da Karl Marx hier bei dem Philosophen Hegel studiert hatte. Dadurch erklärt sich auch das Zitat der Marx’schen Feuerbachthese „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern„, das in goldenen Lettern im Haupttreppenhaus angebracht ist.
Vor dem Gebäude Marmordenkmäler von Wilhelm und Alexander von Humboldt (mit dem Zweig einer exotischen Pflanze in der Hand

> Berlin die Stadt der Wissenschaften: 29 Nobelpreisträger (u.a. Albert Einstein, Max Planck, Theodor Mommsen), sowie Hermann von Helmholtz u.v.a.

Blick auf das 13 m hohe ► Reiterdenkmal Friedrichs des Großen: erbaut von Christian Daniel Rauch im Auftrag von Friedrich Wilhelm III → zentrale Stellung in der Denkmalplastik des 19 Jhs., Vorbild für zahlreiche Fürstendenkmäler der Jahrhundertwende

Bebelplatz

► Staatsoper Unter den Linden (ältestes Opernhaus und Theatergebäude in Berlin. 1741 begann der Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff im Auftrag Friedrichs II. mit dem Bau einer Königlichen Hofoper, damals das erste freistehende Opernhaus Deutschland und das größte Europas, 1843 abgebrannt und dann vom Architekten Carl Ferdinand Langhans wieder aufgebaut.)

► Altes Palais (ehemalige hauptstädtische Residenz des preußischen Königs und deutschen Kaisers Wilhelm I, erbaut 1834bis 1837 von Karl Ferdinand Langhans im klassizistischen Stil. Seit 1945 Institutsgebäude der Humboldt-Universität)

► Königliche Bibliothek/ Alte Bibliothek („Kommode“) (erbaut 1775-1780 im Stil des Barock von dem Baumeister Georg Christian Unger unter Verwendung älterer Entwürfe des österreichischen Baumeisters Joseph Emanuel Fischer von Erlach für die Wiener Hofburg; Bauherr Friedrich der Große. Dort wurden die wichtigsten Werke der Aufklärung gesammelt, z.B. Schriften von Kant, Leibniz, Diderot, Rousseau und Voltaire; im 19. Jh. größte und leistungsfähigste Bibliothek im deutschen Sprachraum. Heute gehört das Gebäude zur Humboldt-Universität.)

► Mahnmal Versunkene Bibliothek: Unterirdisches Denkmal an die Bücherverbrennung vom 10.5.1933. Der 5m tiefe, nicht zugängliche Raum stellt eine für 20.000 Bände ausgelegte Bibliothek dar (Denkmal zur Bücherverbrennung. Die versunkene Bibliothek am Bebelplatz:: http://www.berlin-judentum.de/denkmal/buecherverbrennung.htm)

► St. Hedwigs-Kathedrale (erbaut zwischen 1747 und 1773 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff und Jean Laurent Legeay; Baugestalt eines runden Zentralbaus erinnert an das Pantheon in Rom; wichtigster katholischer Sakralbau der Stadt, katholische Bischofskirche seit der Gründung des Bistums Berlin im Jahr 1930).

Behrenstraße, Markgrafenstraße, Überquerung der Französischen Straße

Französische Straße: Der Name geht zurück auf die in dieser Gegend angesiedelten französischen Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) (→ Bevölkerungsanstieg in Berlin um ein Drittel)

>>> Edikt von Potsdam (8. November 1685): Toleranzedikt des Große Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Dadurch wurden den in Frankreich wegen ihrer Religion verfolgten protestantischen Glaubensgenossen (Hugenotten) freie und sichere Niederlassung in Brandenburg angeboten, verbunden mit Privilegien (Befreiung von Steuern und Zöllen, Subventionen für wirtschaftliche Tätigkeiten u.a.). Von den ca. 20.000 in Brandenburg eingewanderten Hugenotten gingen erhebliche wirtschaftliche Impulse für das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Brandenburg aus.

Markgrafenstraße

Gendarmenmarkt („schönster Platz Berlins“ in der historischen Mitte): Platzanlage ab 1688 nach Plänen von Johann Arnold Nering; Teil der Friedrichsstadt, die Kurfürst Friedrich III (später König Friedrich I. von Preußen) Ende des 17. Jhs. anlegen ließ

Konzerthaus: nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbautes klassizistisches Gebäude; Einweihung als Königliches Schauspielhaus am 26.05.1821. Die Seitenflügel leiten zu den hohen Turmbauten über (Deutscher und Französischer Dom); die Freitreppe ordnet den Gesamteindruck des Platzes, indem sie ihn Richtung Markgrafenstraße ausrichtet.

Deutscher Dom (links vom Konzerthaus): erbaut 1701-1708 nach Plänen von Martin Grünberg im Stil des Barock; später wegen Baufälligkeit zum großen Teil abgerissen und 1881–1882 nach Plänen vom Architektenbüro von der Hude & Hennicke im Stil des  Neobarock wiederaufgebaut.

Französischer Dom (rechts vom Konzerthaus): errichtet 1701 bis 17055 als Französische Friedrichsstadtkirche für die angesiedelten Hugenotten

Als Attraktion für die Platzgestaltung ließ Friedrich II. 1780-85 nach Plänen von Karl von Gontard die Turmbauten des Deutschen und Französischen Doms aufführen. Errichtet ohne eigentliche Funktion, hatten die Türme zu den beiden Kirchen keine formale oder proportionale Beziehung. Die baugleichen Kuppeltürme (franz.: dôme = Kuppel) dienten im wesentlichen der Prachtentfaltung und städtebaulichen Wirkung, indem sie einen großartigen Akzent innerhalb der Stadtsilhouette setzen. Sie haben ihr städtebauliches und architektonisches Vorbild in den barocken Kuppelkirchen der Piazza del Popolo in Rom.

Schiller-Denkmal: Auftragsarbeit an Reinhold Begas; Grundsteinlegung am 10.11.1859 anlässlich des 100. Geburtstages des Nationaldichters Friedrich Schiller

Jägerstraße

Friedrichsstraße (benannt nach dem Kurfürsten Friedrich III von Brandenburg, ab 1701 als Friedrich I. König in Preußen): Hauptverkehrsverbindung der Friedrichstadt in Nord-Südrichtung, vom Mehringplatz in Kreuzberg über den ehemaligen alliierten Grenzübergang Checkpoint Charlie über den Prachtboulevard Unter den Linden, am Bahnhof Friedrichstraße vorbei bis zum Oranienburger Tor.
Einkaufs-City Berlins im Bereich zwischen Leipziger Straße und Bahnhof Friedrichsstraße großzügige Geschäftsneubauten, z.B. des Kaufhauses Galeries Lafayette → und Neubau der FriedrichstadtPassagen (siehe auch friedrichstrasse.de. ihr internetguide für berlin-mitte:: http://www.friedrichstrasse.de/)

Friedrichstraße

Checkpoint Charlie: Bekanntester Grenzübergang während der Teilung der Stadt (neben der Glienicker Brücke), einer der drei von den Amerikanern kontrollierten Grenzübergänge. Im Oktober 1961 standen sich dort sowjetische und alliierte Panzer mit scharfer Munition gegenüber.

→ Freilicht Galerie entlang der Friedrich-, der Zimmer und der Schützenstraße

→ Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie:: http://www.mauer-museum.com/)

Zimmerstraße

Topographie des Terrors:: http://www.topographie.de

Auf dem heutigen Gelände der „Topographie des Terrors”, neben dem Martin-Gropius-Bau und unweit des Potsdamer Platzes, befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Zentralen des nationalsozialistischen Terrors: das Geheime Staatspolizeiamt mit eigenem ‚Hausgefängnis’, die Reichsführung-SS und während des Zweiten Weltkriegs auch das Reichssicherheitshauptamt.
Nach Kriegsende wurde das Gelände planiert und zunächst gewerblich genutzt. Erst 1987 wurde es im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins unter dem Namen ‚Topographie des Terrors’ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein eigener Ausstellungspavillon und die inzwischen freigelegten Gebäudereste an der früheren Prinz-Albrecht-Straße (heute Niederkirchnerstraße) und der Wilhelmstraße dokumentierten die Geschichte des Orts.

Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors gehört mit über 500.000 Besuchern im Jahr zu den meist besuchten Erinnerungsorten in Berlin. Die Dauerausstellung macht die europäische Dimension der NS-Schreckensherrschaft sichtbar.

Die Niederkirchnerstraße hieß früher Prinz-Albrecht-Straße, sie wurde 1951 umbenannt nach der Widerstandkämpferin Käthe Niederkirchner

Berliner Mauerweg (realisiert 2002 bis 2006:: http://mauerweg.com, http://www.pictures-of-berlin.de/index2.html [„Immer an der Wand lang. Ein Spaziergang auf den Spuren der Berliner mauer], http://www.berlin.de/mauer/mauerweg/index/index.de.php):

Der Berliner Mauerweg kennzeichnet den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen zu West-Berlin. Er führt über rund 160 Kilometer um die einstige Halbstadt herum. In den meisten Abschnitten verläuft die Rad- und Wanderroute auf dem ehemaligen Zollweg (West-Berlin) oder auf dem so genannten Kolonnenweg, den die DDR-Grenztruppen für ihre Kontrollfahrten angelegt hatten. Historisch interessante Abschnitte, in denen sich noch Mauerreste oder Mauerspuren auffinden lassen, wechseln mit landschaftlich reizvollen Strecken, die die Freude über die wiedergewonnene Einheit des Landes wachrufen. Der Berliner Mauerweg ist ausgeschildert; in regelmäßigen Abständen helfen Übersichtspläne bei der Orientierung. Außerdem erhält man an mehr als 40 Stationen mehrsprachige Informationen über die Teilung Deutschlands, den Bau und den Fall der Berliner Mauer. Mit Fotografien und Texten werden Ereignisse geschildert, die sich am jeweiligen Standort zugetragen haben und die politische Situation sowie den Alltag in der geteilten Stadt in Erinnerung bringen. Für die Planung von Radtour oder Spaziergang ist der Berliner Mauerweg in 14 Einzelstrecken gegliedert. Sie sind zwischen sieben und 21 Kilometer lang; Anfang- und Endpunkt aller Etappen kann man mit dem öffentlichen Nahverkehr bequem erreichen.

Stresemannstraße

Potsdamer Platz:: http://www.potsdamer-platz.net/, http://de.wikipedia.org/wiki/Potsdamer_Platz

Verkehrsknoten in den Berliner Ortsteilen Mitte und Tiergarten im Bezirk Mitte zwischen der alten Innenstadt im Osten und dem neuen Berliner Westen. Der Potsdamer Platz mit dem gleichnamigen Fernbahnhof war bis zum II. Weltkrieg mit seinen vielen sich kreuzenden Straßenbahn- und Omnibuslinien einer der verkehrsreichsten Plätze Europas und ein beliebter Treffpunkt der politischen, sozialen und kulturellen Szene Berlins.

Der Verkehrsturm ist ein Nachbau der ersten Ampelanlage Europas.

Bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989 randständiges Dasein des Platzes als innerstädtische Brache abseits der üblichen Touristenströme. Ein paar Imbissbuden, Souvenirgeschäften für Touristen sowie Podeste, von denen aus man einen Blick in den östlichen Teil der Stadt erhalten konnte. Einige Szenen in Wim Wenders ‚Der Himmel über Berlin’ (1987:: http://www.stadt-im-film.de/film-himmel.php) wurden auf dem westlichen Teil des Geländes gedreht.

Nach 1990 Neubebauung des Terrains auf der Basis des alten Stadtgrundrisses (größte innerstädtische Baustelle Europas in den 1990er Jahren). Von einem Aussichts-Container („Infobox“) auf dem gegenüberliegenden Leipziger Platz konnte der Fortschritt der Bauarbeiten beobachtet und Modelle der zukünftigen Bauten betrachtet werden.

Heute ist der Potsdamer Platz wieder einer der markantesten Orten der Stadt, der von zahlreichen Touristen besucht wird.

Südlich der Potsdamer Straße (Quartier Daimler): Kollhoff Tower (103 m) im New Yorker Backsteinstil auf einem dreieckigen Grundriss (schnellster Aufzug Europas und der Plattform Panoramapunkt); Hochhaus von Renzo Piano (Berlin-Niederlassung von PricewaterhouseCoopers mit dreieckigem Grundriss und teilweise verglaster Fassade); Potsdamer Platz Arkaden (ca. 180 m lange Einkaufspassage); im Westen Marlene-Dietrich-Platz (um ihn herum das Theater am Potsdamer Platz [Musicaltheater, während der Berlinale als Berlinale Palast Hauptspielstätte], das BlueMax, ein Spielcasino, das Hotel Grand Hyatt, Varietebühnen und Restaurants), entlang der Linkstraße der Tilla-Durieux-Park, entlang der Gabriele-Tergit-Promenade die Park Kolonnaden

Nördlich der Potsdamer Straße: Sony Center (Architekt Helmut Jahn) mit Sony Plaza, dem Zeltdach, Filmmuseum Berlin mit der Deutschen Kinemathek (:: http://www.filmmuseum-berlin.de/), und dem Kaisersaal (gehörte zum alten 1907/08 erbauten Hotel Esplanade); Bahntower (103 m)

Beisheim Center:: http://www.beisheim-center.de (zwischen Bellevuestraße, Ebertstraße, Lennéstraße und der Straße Am Park) mit dem Hotel Ritz-Carlton, dem Marriott Hotel, Bürogebäude Berliner Freiheit, Bürogebäude Eberstraße, Parkside Apartments (Am Park, gegenüber dem Henriette Herz-Park) und die Tower Apartments

Delbrück-Hochhaus (Architekt Hans Kollhoff, gegenwärtig vermarktet als P5)

Blick auf den Leipziger Platz → Warum liegen hier zwei Plätze nebeneinander? Der Leipziger Platz lag Anfang des 18. Jahrhunderts innerhalb der Stadtmauer, der Potsdamer Platz unmittelbar vor der Stadtmauer am Potsdamer Tor (→ Funktion eines Verkehrsverteilers)

Literatur zum Potsdamer Platz:

  • Fischer, J. & M. Makropoulos (Hrsg.) (2004): Potsdamer Platz. Soziologische Theorien zu einem Ort der Moderne. Wilhelm Fink Verlag, München.
  • Schulz, M. (2000): Das neue Zentrum von Berlin. In: Geographische Rundschau 52 (7-8), S. 27-32.

Potsdamer Straße

Kulturforum:: http://www.kulturforum-berlin.de/

Ein seit den 1960er Jahren gewachsenes international renommiertes Gebäudeensemble mit Philharmonie (Architekt Hans Scharoun, eröffnet 1963), Kammermusiksaal (Architekt Edgar Wisniewski auf Grundlage von Skizzen von Hans Scharoun, eröffnet 1987), Neue Nationalgalerie (Architekt Mies van der Rohe, eröffnet 1968), Neue Staatsbibliothek (Stabi, erbaut 1967-1978 von Hans Scharoun), Gemäldegalerie (1998 eröffnet, Architekturbüro Hilmer und Sattler und Albrecht), Kunstgewerbemuseum (Planung und Bau Architekt Rolf Gutbrod, 1985 fertig gestellt, massive Kritik: „brutalistische Architektur der 70er Jahre“), Musikinstrumenten-Museum (MIM, 1979-1984 von Edgar Wisniewski erbaut nach einem Entwurf von Hans Scharoun), Kupferstichkabinett und Kunstbibliothek(1987-1992 Architekt Rolf Gutbrod), Ibero-Amerikanisches Institut, Wissenschaftszentrum Berlin (WBZ, 1988 Architekturbüro James Stirling, Michael Wilford & Ass., Restauration des Altbaus des ehemaligen Reichsversicherungsamtes und Ergänzung durch mehrere Neubauten), St. Matthäus-Kirche (1844-1846 im neoromanischen Stil erbaut).

Vergleichbar mit der Förderung der City West (Einkaufsmeile am Ku´damm mit Europa-Center, Gedächtniskirche usw.) als Schaufenster des ehemaligen West-Berlins entwickelte man das Kulturforum als kulturelles Zentrum. Direkt an der Berliner Mauer und eher in Randlage zur West-Berliner City gelegen sollte mit dem Kulturforum als Pendant zur Museumsinsel ein deutliches Zeichen für ein lebendiges West-Berlin gesetzt werden, wo die Künste auf vielfältige Weise vertreten sind. Die städtebauliche Gestaltung entspricht noch den städtebaulichen Vorgaben aus den 1960er Jahren von Hans Scharoun.

Tiergartenstraße, Lennéstraße, Ebertstraße

Holocaust-Mahnmal – Denkmal für die ermordeten Juden Europas (seit 12. Mai 2005): 2700 Betonpfeiler, in einem Raster angeordnet, ca. 0.95 m tief, 2,38 m breit mit unterschiedlicher Höhe auf einem Gelände von ca. 19.000 m2 (Entwurf von dem New Yorker Architekten Peter Eisenman)

»Ausmaß und Maßstab des Holocaust machen jeden Versuch, ihn mit traditionellen Mitteln zu repräsentieren, unweigerlich zu einem aussichtslosen Unterfangen. […] Unser Denkmal versucht, eine neue Idee der Erinnerung zu entwickeln, die sich deutlich von Nostalgie unterscheidet. […]

(Peter Eisenman, 1998, Quelle gekürzt: http://www.stiftung-denkmal.de/)

Ort der Information (:: http://www.holocaust-denkmal-berlin.de/index.php?id=26):

„Das Denkmal wird durch einen ‚Ort der Information’ ergänzt, den der Architekt in der südöstlichen Ecke des Stelenfelds unterirdisch angelegt hat. […] auf ca. 800 Quadratmetern Präsentationsfläche die notwendige Aufklärung über die Entrechtung, Verfolgung und Ermordung der Juden Europas, die zu ehrenden Opfer und die authentischen Stätten ihrer Ermordung. Eine zentrale Funktion dieses Ortes besteht darin, die abstrakte Form der Erinnerung, die das Denkmal vermittelt, durch Informationen zu den Opfern zu ergänzen. Dazu gehört zum Beispiel, dass an möglichst viele Namen von ermordeten Juden erinnert wird. Die Personalisierung von Erinnerung soll u. a. durch die Darstellung exemplarischer Lebens- und Familiengeschichten erreicht werden. Der Ort widmet sich auch der Frage nach der Herkunft der zu ehrenden Opfer des Holocaust und versucht, die Ausdehnung des Mordens auf ganz Europa unter Einbeziehung anderer Opfergruppen zu dokumentieren. Gleichzeitig soll der ‚Ort der Information’ als ein Portal zur lebendigen und vielfältigen Gedenkstättenlandschaft in Deutschland und Europa dienen.“

Ebertstraße

Amerikanische Botschaft in Berlin (seit 2008 neues Botschaftsgebäude am Pariser Platz)

Pariser Platz: Abschluss des Boulevards Unter den Linden (seit dem Mauerbau Teil des Todesstreifens, 1732-1734 im Zug der zweiten barocken Stadterweiterung unter Friedrich Wilhelm I. durch Philipp Gerlach angelegt. Für die Neugestaltung des Pariser Platzes gilt seit 1994 eine Gestaltungssatzung (nach Josef P. Kleihues) → Leitbild der Kritischen Rekonstruktion.

Brandenburger Tor → Symbol des Kalten Krieges und der Teilung Berlins, seit 1990 Wahrzeichen der Wiedervereinigung Deutschlands. Während der Teilung im Osten der Stadt (das Reichstagsgebäude im Westen). Aus Elbsandstein 1788-1791 erbaut nach Anweisung von Friedrich Wilhelm II. nach Plänen von Carl Gotthard Langhans im Stil des frühen Klassizismus (siehe auch: Demandt, B.: Metamorphosen eines Tores. Handreichungen zur Erklärung des Brandenburger Tores. In: Pegasus-Onlinezeitschrift IV/1 (2004),. 26: http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de/erga_1_2004_demandt.html, http://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburger_Tor)

Gebäude um den Pariser Platz: Haus Sommer (heute Commerzbank, erbaut vom Architekten Josef P. Kleihues), Botschaft der Vereinigten Staaten, Palais Wrangel (heute DZ-Bank-Gebäude, 1996-2001 nach einem Entwurf von Frank Gehry: wellenförmige, stufenweise zurückspringende Gestaltung der Fassade der Rückseite zur Behrenstraße), Palais Arnim (heute Akademie der Künste mit Glasfassade, → vom Foyer zu sehen das Modell des Nazi-Architekten Albert Speer von der neuen Hauptstadt Germania), Redern’sches Palais (heute Hotel Adlon Kempinski), Pariser Platz 4a (mit Kennedy-Museum, Hauptstadtbüro von ‚Der Spiegel’ und eine Starbuck’s Filiale), Palais Beauvyre (seit 1835 Sitz der Französischen Botschaft, heute ein Neubau, erbaut 2011-2002 nach Plänen des Pariser Architekten Christian de Portzamparc und des Berliner Architekten Steffen Lehmann), Eugen-Gutmann-Haus der Dresdner Bank, Palais am Pariser Platz 6a, Haus Liebermann (von 1894-1935 Wohnsitz des Malers Max Liebermann, Neubau von Josef P. Kleihues)

Blick auf den Prachtboulevard Unter den Linden

Blick auf das Hotel Adlon (:: http://www.kempinski.com/de/berlinadlon/Seiten/Welcome.aspx, http://de.wikipedia.org/wiki/Hotel_Adlon) eröffnet 1909 als notwendiges Luxushotel für die feine europäische Oberschicht, 1984 abgerissen und 1995-1997 neu erbaut nach dem Entwurf von Patzschke, Klotz & Partner → keine Rekonstruktion, sondern eine freie Neuschöpfung in klassischen Bauformen und starker Anlehnung an den Vorgängerbau

Brandenburger Tor, Platz des 18. März (erinnert an die Ereignisse am 18. März 1848 → Märzrevolution, heute häufig für Kundgebungen und Veranstaltungen genutzt)

Blick auf den Tiergarten und die Straße des 17. Juni (Gedenken an den Volksaufstand in der DDr im Jahr 1953); Siegessäule auf dem Großen Stern: errichtet 1864-1873 als Nationaldenkmal der Einigungskriege

Ebertstraße, Dorotheenstraße

Regierungsviertel

Friedrich-Ebert-Platz

Jakob-Kaiser-Haus: größtes deutsches Parlamentsgebäude (mit 1745 Büros), acht sechsgeschossige Häuser (entworfen 1997) → Im zur Spree hin offenen Innenhof Glasplatten mit den ersten 19 Artikeln des Grundgesetzes

Palais des Reichstagspräsidenten: errichtet 1899-1904 von Paul Wallot (Hauptfassade zum Spreeufer); heute Sitz der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft (DPG)

Platz der Republik

Reichstagsgebäude/Sitz des Deutschen Bundestages eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Berlins. Erbaut 1884-1894 nach Planen von Paul Wallot im Stil der Neorenaissance. Umbau für den Bundestag ab Mai 1995 nach Plänen von Norman Foster (→ Glaskuppel als neues Wahrzeichen Berlins).
Wendepunkte und Ereignisse der deutschen Geschichte: Am 9. November 1918 rief der SPD-Politiker Philipp Scheidemann vom Balkon am Westportal die Republik aus. Am Abend des 27. Februar 1933 ereignete sich der ‚Reichstagsbrand’. Zwei Rotarmisten hissten am 30. April 1945 eine rote Fahne der Sowjetunion als Symbol für den Sieg über das ‚Dritte Reich’.

Blick auf das Haus der Kulturen der Welt: 1957 errichtet als amerikanischer Beitrag zur Internationalen Bauausstellung (Interbau), genutzt als Kongresszentrum, seit 1989 Haus der Kulturen der Welt (:: http://www.hkw.de)

Ab 1955 arbeitete Hugh Stubbins am Design eines Gebäudes, das zu einem markanten Zeichen in der Stadtlandschaft des Nachkriegs-Berlin werden sollte. Stubbins, der vor dem 2. Weltkrieg Assistent von Walter Gropius in Harvard gewesen war, kannte Deutschland. Als Stellungnahme in der als ‚Kalter Krieg’ bezeichneten Auseinandersetzung der Systeme plante er mit dem Bau einer Halle für kulturelle Veranstaltungen und Kongresse ein Symbol, einen ‚Leuchtturm der Freiheit’, der nach Osten ausstrahlen sollte. Standort wurde der ehemalige Zeltenplatz. Dort wurde der Baukörper auf einen künstlichen Hügel gesetzt, so dass seine Konturen aus dem „kommunistisch beherrschten“ Teil Berlins gut zu sehen waren. Das Gebäude entstand nach einem Entwurf, dessen Gefühlswert von Stubbins mit ‚completely free’ charakterisiert wurde. Das geschwungene Dach bekam denn auch fast buchstäblich die Form von Flügeln. Es verspräche, so führte der amerikanische Architekt aus, ‚dass hier der Freiheit der geistigen Arbeit keine Schranken gesetzt sind.’ Unterstützt wurde dieser politische Gehalt durch den Bauträger, die Benjamin-Franklin-Stiftung.“

Quelle: http://www.hkw.de/de/hkw/gebauede/gebaeude.php

Blick auf den Carillon: 42 m hoher Glockenspielturm, 1987 gestiftet von der Daimler Benz AG anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin

Band des Bundes: Anlage von Gebäuden der Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank → Städtebauliches Leitkonzept der Neuordnung des Regierungsviertels → Symbolischer Brückenschlag zwischen den ehemals getrennten Stadthälften, da die Berliner Mauer genau entlang des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses verlief. Das Kanzleramt als Regierungszentrale tritt nicht in eine architektonischen Konkurrenz zum Parlamentsgebäude tritt, sondern gliedert sich in das Band der Bundesbauten ein Symbolische Zusammenführung der Regierung (repräsentiert durch das Kanzleramt), der Legislative (das Parlament, repräsentiert durch die Bürogebäude des Bundestags) und des Souverän (das Volk, repräsentiert durch das Bürgerforum) symbolisch zusammenführt.

Kanzlerpark (am rechten Spreeufer, mit Hubschrauberlandeplatz)

Bundeskanzleramt: entworfen 1982-1998 (in der Amtszeit von Helmut Kohl, am 2. Mai 2001 von Gerhard Schröder bezogen), monumentales Gebäude (36 m hoher Kubus) mit Seitenflügeln und einer weitgehend verglasten Außenflächen und Stilelementen der Postmoderne

Paul-Löbe-Haus (am linken Spreeufer, Parlamentsgebäude mit ca. 1000 Büros für Abgeordnete und Ausschuss-Mitarbeiter) und Elisabeth-Lüders-Haus (am rechten Spreeufer, Sitz der wissenschaftlichen Fachdienste, der Parlamentsbibliothek, des Parlamentsarchivs und Pressedokumentation): Beide Hauser errichtet von dem Münchner Architekten Stephan Braunfels; sie bilden architektonisch eine Einheit und sind durch eine Brücke über die Spree miteinander verbunden („Sprung über die Spree“ → Symbol für die Zusammengehörigkeit von West- und Ostdeutschland).

Bürgerforum (noch nicht gebaut)

Spreebogenpark, Gustav-Heinemann-Brücke, Rahel-Hirsch-Straße, Washingtonplatz

Berlin Hauptbahnhof: größte Turmbahnhof Europas und wichtigster Eisenbahnknoten in Berlin. Mit etwa 300.000 Fahrgästen täglich der viertgrößte Personenbahnhof Deutschlands (nach dem Hamburger, dem Frankfurter und dem Münchner Hbf.). Neubau (entworfen von dem Architekten Meinhard von Gerkan) an der Stelle des Lehrter Stadtbahnhofs. Zusammen mit dem Bahnhof wurde am im Mai 2006 eine neue Nord-Süd-Eisenbahntrasse durch den Tunnel Nord-Süd-Fernbahn in Betrieb genommen, die durch das sogenannte „Pilzkonzept“ eine völlige Umstellung und Neuordnung des Schienenpersonenverkehrs in Berlin verwirklicht.
Auf drei Etagen bietet der Bahnhof 15.000 m² Nutzfläche für ca. 80 Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe.

Fahrt mit der S-Bahn zum Bahnhof Hacke’scher Markt: erbaut 1878-1882, einer von drei heute noch in Berlin existierenden alten Stadtbahnhöfen (zweigeschossig, Klinkerfassade mit Terrakotten und Fliesen im Stil der italienischen Renaissance

Hacke’scher Markt: ab 1990 Sanierung der Altbauten und Schließen der Baulücken, Neugestaltung der Platzfläche als Fußgängerbereich, Ansiedlung diverser gastronomischer Einrichtungen.

Hacke’sche Höfe :: http://www.hackesche-hoefe.com/): Erbaut 1906/1907 als Wohn- und Gewerbehofanlage Deutschlands in der Tradition der Lebensreform-Bewegung. Die Gestaltung des ersten Hofes erfolgte durch den Berliner Architekten und Designer August Endell im Jugendstil. Die Außenfassade durfte er nicht entwerfen – der Jugendstil entsprach nicht dem in Berlin vorherrschenden Geschmack, der von den ästhetischen Vorlieben des Kaiserhauses beeinflusst war. So zeigt die Straßenfassade alle Merkmalen des wilhelminischen Eklektizismus, eine überladene Mischung verschiedener Stilformen, mit neobarocker Dachlandschaft, ägyptischen Obelisken und antikisierenden Skulpturen.
In der DDR waren die Hackeschen Höfe jahrzehntelang vernachlässigt worden, die Festsäle baulich verunstaltet und zweckentfremdet genutzt, die Straßenfassade in den 1960er Jahren zerstört. Den Mietern war es um 1950 gelungen, die völlige Zerstörung der Fassaden im ersten Hof zu verhindern – eine wichtige Voraussetzung für die spätere denkmalgerechte Sanierung. 1951, bald nach Gründung der DDR, wurden die Hackeschen Höfe zu Volkseigentum erklärt, 1977 unter Denkmalschutz gestellt. 1991 konstituierte sich der „Verein Gesellschaft zur Förderung urbanen Lebens – Hackesche Höfe e. V.“
Nach der erfolgten Sanierung bieten die acht Höfe zwischen der Rosenthaler- und der Sophienstraße heute auf 27.000 Quadratmetern Raum für 40 Gewerbeunternehmen, dazu Kultureinrichtungen und Wohnungen. In den früheren Fabriketagen wurden ausgedehnte Büroflächen geschaffen, die überwiegend von Angehörigen kreativer Berufe wie Architekten, Internetdesigner, PR-Agenturen genutzt werden. Die kleinen Ladengeschäfte entsprechen ihrem speziellen Angebot von Designprodukten, die in den Höfen gestaltet, hergestellt oder weiterverarbeitet werden. Zum Komplex gehören auch gastronomischen Einrichtungen, ein Programmkino und das Varieté Chamäleon.
Die Hackeschen Höfe eine der teuersten und bekanntesten Immobilien Berlins. Aufgrund des künstlerischen und gastronomischen Angebotes gelten sie als Touristenattraktion.

Haus Schwarzenberg (:: http://www.haus-schwarzenberg.org/)

Das Haus mit der Nummer 39 der Rosenthaler Straße hebt sich nicht nur optisch stark von den benachbarten Gebäudeensembles der Hackeschen Höfe und Rosenhöfe ab: Mitten im Zentrum von Kommerz und Touristenkitsch gibt es einen Ort, der seinen authentischen Charakter in doppelter Hinsicht bewahrt hat: Als Zeugnis deutscher Geschichte wie als lebendiger Ort internationaler kreativer Subkultur. Bereits im schmalen Durchgang zum ersten Hof entdeckt der Besucher auf der brüchigen Fassade erste Spuren der Urban Art- und Street Art Künstler, die von der charakteristischen Beschaffenheit der Wände und Fassaden angelockt werden. Der Verein Schwarzenberg e.V. betreibt im Hinterhaus neurotitan Galerie und Shop – eine bekannte Adresse für alle, die sich für Malerei, Illustration, Comic und Urban-Art abseits vom Mainstream interessieren. Das Publikum des Hauses ist heterogen und international: Neben nächtlichen Programmkino- und Clubbesuchern zieht es viele Kunst- und Kulturinteressierte in Haus, vormittags sind es vor allem Schulklassen, Jugend- und Touristengruppen, die die im Haus ansässigen Dauerausstellungen besuchen. Sie alle freuen sich über den lebendigen Charakter der von Metallkreaturen bewachten Höfe. So profitieren die verschiedenen Einrichtungen des Hauses voneinander indem jede der anderen ein neues, untypisches Publikum erschließt.“

(Quelle: http://www.haus-schwarzenberg.org/haus-schwarzenberg-und-seine-mieter/das-haus)

Oranienburger Straße

→ Siehe auch: „Oranienburger Straße. Straßenkampf im Ausgehkiez“ (von Eva Kalwa), In: Der Tagesspiegel vom 24.07.2010:: http://www.tagesspiegel.de/berlin/strassenkampf-im-ausgehkiez-/1890440.html

Gebäude des ehemaligen Kaiserlichen Postfuhramts (Oranienburger Str. 35/36): Repräsentatives Backsteingebäude erbaut 1881, seit 1975 unter Denkmalschutz. Einstellung des Postbetriebs 1995; nach längerem Leerstand Zwischennutzung als Ausstellungsort für Architektur, Design und gegenwärtig durch c/o Berlin, International Forum for Visual Dialogues (:: http://www.co-berlin.info/)

Kunsthaus Tacheles (:: http://super.tacheles.de): Rundgang durch das Gebäude und den Hinterhof. Das Tacheles befindet sich in der inzwischen denkmalgeschützen Ruine der zwischen 1907 und 1909 erbauten Friedrichstraßen-Passage. In den 1980er-Jahren wurde mit dem Abriss der im II. Weltkrieg teilweise zerstörten Passage begonnen. Im Februar 1990 besetzten rund 50 Künstler die Überreste und konnten sie so vor dem weiteren Abriss bewahren. Das Tacheles entwickelte sich rasch zu einem beliebten Kulturzentrum (mit zahlreichen Ateliers, Cafés, ein Kino mit zwei Sälen und Ausstellungsräume.

Café Zapata und Café Studio 54

→ Siehe auch: „Kunsthaus Tacheles wird versteigert“ (von Ina Brzoska), In: Berliner Morgenpost vom 26.01.2011:: http://www.morgenpost.de/berlin/article1522945/Kunsthaus-Tacheles-wird-versteigert.html

→ Siehe auch: „Die Zukunft des Kunsthaus Tacheles. Versteigern als Chance“ (von Konrad Litschko), In: taz vom 31.01.2011:: http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/versteigern-als-chance/

U-Bahnhof Oranienburger Tor, Fahrt zum Halle’sches Tor

Kreuzberg: Oranienstraße, Oranienplatz, Skalitzer Straße, Oberbaumstraße, Oberbaumbrücke, Warschauer Straße, Helsingforser Straße

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