Archiv | Februar, 2011

Exkursion Berlin, 17.02.-20.02.2011, Logfile d

26 Feb

Sonntag, 20.02.2011

S-Bahnhof Warschauer Straße >> S-Bahn nach Ostkreuz >> S-Bahn nach Tempelhof

► Flughafen Berlin-Tempelhof: bis zum 30. Oktober 2008 neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei Verkehrsflughäfen Berlins; einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschland mit Linienverkehr seit 1923 (in den 1930er Jahren mit seinem Verkehrsaufkommen noch vor Paris, Amsterdam und London an der Spitze des europäischen Flugverkehrs). 1934 Planung einer Erweiterung durch den Architekten Ernst Sagebiel. 1936-1941 Bau des Flughafengebäudes (mit einer Bruttogeschossfläche von 307.000 m² für zwei Jahre das flächengrößte Gebäude der Welt, Gesamtlänge des bogenförmigen Teils ca. 1,2 km. Mit dem neoklassizistischen Neubau wurden erstmals alle Anforderungen eines modernen Großflughafens in einer architektonischen Gesamtform mit getrennten Funktionsebenen für Ankunft, Abflug, Post- und Frachtverkehr organisiert. Die in der Gebäudeanlage verwirklichte funktionale Komplexität (Ebenentrennung sowie zahlreiche – erst heute allgemein übliche – Sekundärfunktionen wie Hotels, Kongresszentrum, Großrestaurants, Verwaltungen) war zum Zeitpunkt der Entstehung als Flughafen einzigartig und ist in zahlreichen Bestandteilen Vorbild für moderne Flughafenanlagen geworden. Der englische Architekt Lord Norman Foster bezeichnete den Flughafen daher im Jahr 2004 als die „Mutter der modernen Flughäfen“
Eine technische Meisterleistung ist die über 40 m weit auskragende stählerne Dachkonstruktion entlang des Flugsteigs. Das Flughallendach war ursprünglich auch als Tribünenbereich für mehr als 100.000 Zuschauer gedacht (während der Nazi-Diktatur bei Flugschauen zu den Reichsflugtagen).
1947 wurde Tempelhof ein amerikanischer Militärstützpunkt (Tempelhof Air Base) In den 1950 er Jahren zunehmende zivile Nutzung. 1975 Ende des zivilen Luftverkehrs in Tempelhof, 1985 Wiedereröffnung v.a. für den Geschäftsreiseverkehr.
Bereits der erste Flächennutzungsplan des wiedervereinigten Berlins aus dem Jahr 1994 sah im Gegensatz zum Flughafen Tegel eine Umwidmung des Flughafengeländes mit zukünftiger Nutzung als Gewerbe-, Wohn-, Park-, Sport- und Sonderfläche vor. Im sogenannten „Konsensbeschluss“ einigten sich 1996 Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) auf den Neubau eines Großflughafens ‚Berlin Brandenburg International’ (BBI), in dessen Folge auch die Schließung der innerstädtischen Flughäfen Tempelhof und Tegel vereinbart wurde.
Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat am 5. März 2008 als Folgenutzungskonzept für das Flughafengelände das städtebauliche Projekt Tempelhofer Freiheit vorgestellt. Die Grundlage bildete das 1998/1999 erarbeitete Planungskonzept Vom Flughafen zum Park der Luftbrücke. Darin vorgesehen ist die Einrichtung eines Tempelhof Forum THF für Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft im denkmalgeschützten ehemaligen Flughafengebäude und den südlich anschließenden befestigten Vorfeldflächen. An den Rändern des ehemaligen Flugfeldes sollen neue Wohnanlagen der Stadtquartiere Tempelhof (westlich bis südlich), Neukölln (östlich) und dem nordöstlichen neuen Columbiaquartier entstehen. Dazwischen soll die rund 220 Hektar große unbebaute Grünfläche des ehemaligen Flugfeldes als Parklandschaft mit Freizeitmöglichkeiten erschlossen werden.
Nachnutzung insbesondere als Messestandort und für Event-Sportevents.
Seit Mai 2010 ist das ehemalige Flugfeld als Tempelhofer Park für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Jahr 2017 soll auf dem Gelände die Internationale Gartenschau stattfinden.

Quelle: Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tempelhof; → siehe auch: „Zurück in die Zukunft“ (zur Geschichte des Tempelhofer Feldes und Flughafens Tempelhof:: http://www.jedelsky.de/flughafen_tempelhof/index_2.html; Zentralflughafen Tempelhofer Feld:: http://www.zentralflughafen-tempelhof.de/

Tempelhofer Damm

► Platz der Luftbrücke: 1948 diente der Flughafen Tempelhof während der Blockade West-Berlins dem Transport von Verpflegung und Gütern für Berlin per Flugzeug. ► Luftbrückendenkmal („Hunger-Harke“ – ein weiteres Denkmal baugleicher Art befindet sich beim Flughafen Frankfurt.)

U-Bahnhof Platz der Luftbrücke >> U6 zum Hallesches Tor >> U1 zum Kottbusser Tor
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Exkursion Berlin, 17.02.-20.02.2011 – Logfile c

25 Feb

Samstag, 19.12.2010

S-Bahnhof Warschauer Straße >> Fahrt mit der S-Bahn zum Ostkreuz >> S-Bahn nach Adlershof

► Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Berlin-Adlershof
Entwicklung des Areals westlich der Straße Adlergestell als Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien (WISTA:: http://www.adlershof.de/), seit 1991 mehr als 800 Unternehmen mit ca. 14.000 Mitarbeitern, auch sechs naturwissenschaftliche Institute der Humboldt-Universität. Die WISTA-Management GmbH ist für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Technologieparks verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehören Kommunikation und Marketing, Förderung von Technologiefeldern und Akquisition.
1909 eröffnete der erste deutsche Motorflugplatz in Johannisthal-Adlershof, der schnell international bekannt wurde. Es bildete sich ein Zentrum mit Unterkünften, Produktionshallen, Fliegerschulen, und vielen namhaften Konstrukteuren und bekannten Fliegern. 1912 wurde die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL), der Vorgänger des heutigen Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), in Adlershof gegründet.
Nach 1945 wurde in Adlershof die Akademie der Wissenschaften der DDR angesiedelt, die viele Institute der angewandten Forschung beherbergte. Auch das Fernsehen wurde am Standort platziert (Fernsehzentrum Adlershof). Hinzu kam das Wachregiment Feliks Dzierzynski. Es wurde ein Radioteleskop mit 36 Meter Durchmesser errichtet und einige Forschungsinstitute angesiedelt.
Mit dem Untergang der DDR wurden die Betriebe fast vollständig abgewickelt, und die Betriebsgelände waren plötzlich weithin ungenutzt. So entstand der Plan, die bestehenden Einrichtungen und verbliebenen Institute in eine neue integrierte Landschaft aus Wissenschaft und Wirtschaft einzubinden. Ein markantes Symbol dieser neuen Landschaft ist heute das BESSY-II Elektronensynchrotron, errichtet zwischen 1993 und 1997.
► Rundgang über das Gelände: Kugellabore (unter Denkmalschutz = „Akademiebusen“), Aerodynamischer Park mit Großem Windkanal, Trudelturm und Motorenprüfstand, BESSY-II Elektronensynchrotron sowie zahlreiche Unternehmens- und Institutsgebäude

S-Bahnhof Adlershof >> Fahrt mit der S-Bahn nach Grünau

► Gartenstadt Falkenberg („Tuschkastensiedlung“): Wohnsiedlung in Berlin Bohnsdorf, eine von sechs Wohnsiedlungen der Berliner Moderne (UNESCO-Liste des Weltkulturerbes seit 2008). Die Gartenstadt Falkenberg ist die älteste dieser sechs Wohnsiedlungen. Sie ist noch der Gartenstadtidee und dem damit verbundenen Baugenossenschaftlichen Siedlungs- und Lebensmodell verpflichtet. Beauftragt mit dem Bebauungsplan wurde der Architekt Bruno Taut. Von der gesamten Planung wurden im ersten Bauabschnitt um den Akazienhof lediglich 34 Wohnungen und im zweiten Abschnitt am Gartenstadtweg 93 Wohnungen realisiert. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und der Erste Weltkrieg unterbrachen die Bautätigkeit. Besondere Kennzeichen: die intensive Farbgebung und die abwechslungsreiche Gestaltung der Straßen und Plätze

→ Siehe auch Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Gartenstadt Falkenberg – Tuschkastensiedlung:: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmale_in_berlin/de/weltkulturerbe/siedlungen/falkenberg.shtml

→ Siehe auch: Berlin:street. Berlin für Neugierige: Spaziergänge in Berlin in den 90er Jahren, von Diether Huhn: Von Altglienicke nach Grünau:: http://www.berlinstreet.de/3924

S-Bahnhof Grünau >> Fahrt mit der S-Bahn zum Baumschulenweg >> Fahrt mit dem Bus zur Blaschkoallee
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Exkursion Berlin, 17.-20.02.2011- Logfile-b

24 Feb

Freitag, 18.02.2011

Fahrt mit der Straßenbahn M20 zum Frankfurter Tor, U-Bahn bis Schillingstraße (mit historischen Fotos im Bahnhof

Karl Marx-Allee ► ‚Mocca-Milch-Eisbar“ (siehe Beitrag in der Berliner Zeitung vom 27.02.1996:: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0227/lokales/0113/index.html)

► Café Moskau (mit dem Mosaik „Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion“ und dem Sputnik in Originalgröße auf dem Dach)

Die ehemalige Nationalitätengaststätte Restaurant Moskau, gegenüber dem Kino International auf der Nordseite der Karl-Marx Allee gelegen, ist nach einem Gestaltungskonzept entwickelt, das auf Transparenz, Ornamentlosigkeit und der Durchdringung von Innen und Außen ausgerichtet war. Joseph Kaiser entwarf einen nach Süden zu einem umfriedeten Architekturgarten offenen, zweigeschossigen Atriumbau, dessen auskragendes Obergeschoss hinter einer raumhohen Panoramaverglasung ursprünglich ein Konzertcafé und eine Teestube aufnahm. Das durchlaufende Fensterband wird lediglich über der Ecke am Haupteingang durch eine offene, ‚schwebende’ Gitterstruktur aus Stahlbeton unterbrochen. Dort ist ein kleiner Vorplatz in die Gebäudekubatur eingeschnitten, der von einem ungewöhnlich großen (9 x 15m), von Bert Heller 1960 entworfenen Wandmosaik mit dem Titel „Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion“ bestimmt wird. Ein Sputnik-Satellit kündet auf dem Mosaik wie auch als 1:1-Modell auf einer Stele über der Ecke die Botschaft vom technischen Fortschritt des sowjetischen Volkes. Die Leichtigkeit des Obergeschosses wird noch verstärkt durch die umlaufende Leuchtreklame mit dem Namenszug nach Entwurf des Grafikers Klaus Wittkugel.

Quelle: Denkmaldatenbank der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009011370,T,003)

► Filmtheater International

„Das 1961-1963 nach Entwürfen von Josef Kaiser errichtete Kino International ist das markanteste Gebäude im II. Bauabschnitt der Karl-Marx-Allee. Seine städtebaulich herausgehobene Stellung im Zentrum des neuen Wohnkomplexes gegenüber der Einmündung der Schillingstraße ist besonders vor dem Hintergrund der Fassade des zehngeschossigen Hotels Berolina effektvoll inszeniert worden. Die gegenüber dem ebenfalls von Josef Kaiser 1960-1962 erbauten ‚Kino Kosmos’ im älteren Abschnitt der Karl-Marx-Allee ‚fast monumentale Außenarchitektur’ zeigt deutliche Bezüge zu zwei der wichtigsten Theaterneubauten im Westteil Berlins, dem Kino ‚Zoo-Palast’, 1956-1957 von Schwebes und Schoszberger, und der Deutschen Oper, 1956-1961 von Fritz Bornemann.
Kaiser entwickelte ausgehend von der Form des Zuschauerraums einen durch seine Funktionsbereiche gegliederten Baukörper, dessen Höhe von 15 Metern durch den städtebaulichen Entwurf vorgegeben war. Der mächtige Kinosaal als wesentliches Element des Gebäudes liegt auf einem niedrigen Sockelgeschoss mit Kassen- und Garderobenhalle. Die geschwungene Parkettlinie des Saalkörpers und ein Materialwechsel trennen die beiden Geschosse. Der Kinosaal mit großzügigem Foyer kragen stützenfrei neun Meter über das Erdgeschoss. Die verglaste Vorderfront öffnet sich zur ‚Verkehrsflut der Karl-Marx-Allee’. Die Gleichbehandlung der Fußboden- und Wandflächen auf dem überdeckten Vorplatz unterhalb des Foyers und die Transparenz des Eingangsbereichs charakterisieren das Gebäude als ein „offenes Haus“.
Die drei fensterlosen Wände des Erdgeschosses nehmen ein aus nur zwei Formen entwickeltes, bewegtes Bildhauerrelief auf, in das 14 Betongussplatten mit dem Titel „Aus dem Leben heutiger Menschen“ integriert sind. Die künstlerische Konzeption der Seitenfassaden lag bei Waldemar Grzimek, Karl-Heinz Schamal und August Schievelbein.“

Quelle: Denkmaldatenbank der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&KEY=obj%2009011370,T,003)

► Blick auf das Hochhaus „Haus des Reisens“ (siehe anderes Berlin.de: Alexanderplatz: DDR-Bauten:: http://www.anderes-berlin.de/html/die_ddr-bauten.html), im 12. und 15. Stock der club weekend::http://www.week-end-berlin.de)

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Exkursion Berlin, 17.02-20.02.2011 – Logfile-a

22 Feb

Donnerstag, 17.02.2011

Ankunft in Berlin Ostbahnhof um 12.32 Uhr

Mühlenstraße Richtung Oberbaumbrücke ► East Side Gallery (::: http://www.eastsidegallery-berlin.de/)

Blick auf die O2-World-Arena (:: http://www.o2world-berlin.de), Warschauer Straße (Brücke über die Gleise) Blick auf das RAW-Gelände (ehemaliges Betriebsgelände des „Reichsbahnausbesserungswerkes Berlin Revaler Straße“),

Helsingforser Straße → Sunflower Hostel (:: http://www.sunflower-hostel.de)

Rundgang durch Friedrichshain:

Helsingforser Platz, Revaler Straße, Warschauer Straße bis zum Frankfurter Tor ► Karl-Marx-Allee (Informationsportal zur Karl-Marx-Allee:: http://kma-portal.de/kma/s.html), Günter Peters: „Nationale, klassizistische und fortschrittliche“ Bautradition. Zur Baugeschichte der Berliner Stalinallee 1949-19556, in: Berlinische Monatschrift Heft 3/2001:: http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt01/0103prof.htm).

Frankfurter Allee, Mainzer Straße, Gärtnerstraße ► Boxhagener Platz Weiterlesen

Weblog ‚Spazierensehen‘

9 Feb

Laut Susan Sontag ist der Flaneur mit einem Fotoapparat bewaffnet:

Tatsächlich aber bestand die Fotografie ihre erste Bewährungsprobe als eine Art zusätzliches Auge des Flaneurs aus der Mittelschicht, dessen Lebensgefühl Baudelaire so treffend charakterisiert hat. Der Fotograf, eine bewaffnete Spielart des einsamen Wanderers, pirscht sich an das großstädtische Inferno heran und durchstreift es – ein voyeuristischer Spaziergänger, der die Stadt als eine Landschaft wollüstiger Extreme entdeckt. Ein Adept der Schaulust und Connoisseur des Effektvollen, findet der Flaneur die Welt – pittoresk.

(In: Sontag, S.: Über Fotografie. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt/M. 2010, S. 57).

Das Weblog

„Spazierensehen“

beginnt mit einem Zitat des Spaziergangswissenschaftlers Bertram Weisshaar (nähere Informationen bei Atelier LATENT):

Viele Fotografen sind sicherlich (und anerkennend) zu beschreiben als aufmerksam Herumschweifende.

Im Weblog ‚Spazierensehen‘ veröffentlicht der Hamburger Kunsthistoriker Dr. Uwe Heckmann Fotos, die allesamt beim Spazierengehen entstehen: „Sie zeigen zufällig in mein Blickfeld geratene und mit der Kamera festgehaltene Motive. Es geht mir bei diesen Augenblicksaufnahmen um eine Zwiesprache mit dem Sichtbaren, in der etwas scheinbar Vertrautes und Alltägliches ins Befremdliche oder Überraschende kippen kann.

Seht selbst – einfach schön, doch nicht nur und noch viel mehr.

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