Exkursionen nach Stuttgart – Logfile

16 Dez

Hauptbahnhof: Turmforum Ausstellung Stuttgart 21 (siehe auch: Bahnprojekt Stuttgart-Ulm (Das neue Herz Europas); Schlichtung Stuttgart 21; Informationsseiten der Landeshauptstadt Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart-Ulm; Pro Stuttgart 21; K21 – ja zum Kopfbahnhof/Nein zu Stuttgart 21

Hauptbahnhof (siehe auch: Der Stuttgarter Hauptbahnhof. Ein Meisterwerk der Architektur)

Hindenburgbau K.-G-Kiesinger-Platz ::: Verwaltungszentrum der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) Baugebiet A1 – Stuttgart 21 ::: Pariser Platz: „Bibliothek des 21. Jahrhunderts“ ( siehe auch: Stadtbücherei Stuttgart > Die neue Bibliothek)
Warschauer Straße :
:: Verwaltungssitz der Baden-Württembergischen Bank

Heilbronner Straße, Wolframstraße Am Schlossgarten ::: Mittlerer Schlossgarten (siehe auch: Rosenstein und Schlossgarten Stuttgart)
Ruine des Neuen Lusthauses ( „Fragmente eines prachtvollen Gebäudes“) Carl-Zeiss-Planetarium: sechseckigen Stufenpyramide, die aus Stahlbotenteilen zusammengesetzt und an ein einem sechsarmigen Stahlgitterwerk aufgehängt ist.
→ Protestcamp Stuttgart 21

Fußgängersteg über die Schillerstraße ( „Kühnes technisches Bauwerk mit zeitloser Eleganz“)

Kleines Haus (Schauspielhaus, Oberer Schlossgarten 6): „Typischer Vertreter eines sachlich-funktionalen Theaterneubaus der 1960er Jahre, der sich bewusst von der Vergangenheit löst“

Staatsgalerie (Konrad-Adenauer-Straße 30-32): Altbau der StaatsgalerieNeue Staatsgalerie ( 1979-1984 erbaut nach Plänen der englischen Architekten James Stirling, Michael Wilford & Ass) ► Hauptwerk der Postmoderne, eine der ersten postmodernen Museumsbauten Deutschlands, der eine breite, kontroverse Diskussion hervorgerufen hat.

Kulturmeile (siehe auch: Kulturmeile Stuttgart) ::: Haus der Geschichte (Konrad-Adenauer-Straße 16)Musikhochschule (Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Urbanstraße 25): Dachterrasse des 60 m hohen Turms ::: Blick auf den Tagblatt-Turm (Eberhardstraße 61): ► „Der Tagblatt-Turm steht in der Tradition der amerikanischen Wolkenkratzer als architektonischem Ausdruck des Maschinenzeitalters.“ → Zeichen für die gestalterische Aufbruchsstimmung im Stuttgart der 1920er Jahren (‚Stuttgart empor!‘) Es war das erste Stahlbeton-Hochhaus Deutschlands und das erst der Welt in Sichtbeton
(siehe auch: Der Tagblatt-Turm in Stuttgart – Ein Wahrzeichen revolutionärer Bauweise).

Großes Haus (Opernhaus, Ober Schlossgarten 6) ( ► „Monumentale Fassade mit Rückgriff auf antike Formen, versehen mit sparsamen Jugendstilelementen aus Maulbronner Sandstein“)
Landtag (Konrad-Adenauer-Straße 3) ( „Bauliche Umsetzung des Begriffes ‚Demokratie’“)

→ Neues Schloss ( „Herzogliche Baulust – Barock und Rokoko“) — Schlossplatz ::: Kunstgebäude Königsbau („Der Königsbau erscheint wie ein breit ausladender griechischer Tempel, gehuldigt wird hier dem Konsum.“ Älteste Ladenpassage Stuttgarts)

Altes Schloss (Schillerplatz 6) Schillerplatz einer der malerischsten Plätze in der Stadt, architektonisch bedeutsam durch die umliegenden Gebäude [Stiftskirche, Fruchtkasten, Prinzenbau, Alte Kanzlei, Altes Schloss] und gern genutzter Markt- und Festplatz“. ► Keimzelle der Stadt: Hier ließ Herzog Luitolf von Schwaben um 950 einen „stuotgarten“, ein Pferdegestüt anlegen.
Fruchtkasten (Lagerhaus für Korn und Wein) — Prinzenbau (1601 begonnen von Heinrich Schickhardt als repräsentatives Gesandtenhotel. 1678 vollendete Matthias Weiss das Gebäude als Fachwerkkonstruktion, 1715 erhielt es von Johann Friedrich Nette seine heutige Steinfassade im italienischen Stil.) — Alte Kanzlei (Herzog Ulrich von Württemberg ließ das Gebäude von 1541-43 als ersten Renaissancebau der Stadt erbauen, um hier die herzogliche Verwaltung unterzubringen.
Kanzleibogen zwischen Prinzenbau und Alter Kanzlei (Der Durchlass geht ursprünglich auf das ‚Tunzhofer Tor’ der ältesten Stadtmauer zurück; heute noch eine stark frequentierte Fußgängerpassage zwischen Schillerplatz und Königstraße).
Stiftskirche (Stiftsstraße 12): größte und älteste Kirche Stuttgarts mit zwei ungleichen Türmen Wiederaufbau nach dem II. Weltkrieg: Man versucht das Wenige, das nicht zerstört worden war, zu erhalten, alle übrigen Partien schuf man im Stil der 1950er Jahre neu. 1999 bis 2003  grundlegend renoviert und im Inneren stark modernisiert. „Wir machen nicht alles aus den 50er Jahren kaputt, wir fügen nur eine neue Zeitschicht an“, so der verantwortliche Architekt Bernhard Hirche → Andere Licht und Raumgestaltung mit neuer Decke [gefaltete, filigrane Hightech-Konstruktion aus Stahlträgern und Glassegeln ]

Markthalle (Dorotheenstraße 4) architektonisches Glanzstück der Stadt und eine der schönsten Markthallen Deutschlands. Mit dieser Konstruktion gilt der Architekt Martin Elsässer als Pionier des Stahlbetonbaus; er machte damit Eisenbeton als ästhetisches Bauelement hoffähig.

Rathaus und Marktplatz: Der Neubau des Rathauses erinnert in seiner kubischen, zweckmäßigen Form an den Stil der Neuen Sachlichkeit der 1920er Jahre. (Die Ruine des Glockenturms des im II. Weltkrieg zerstörten alten Rathauses ist im neuen glockenturm noch erhalten geblieben) — Die Häuser rund um den Marktplatz sind nach dem Krieg nicht wieder in ihrer alten Form sondern im Stil der 1950er Jahre aufgebaut und mit Flachdächern versehen worden. ► Die flächigfarbigen Gebäude folgen in Parzellierung und kleinteiliger Gliederung der bauhistorischen Vorlage des Platzes und bilden ein bemerkenswertes geschlossenes 1950er-Jahre-Ensemble.

Fußgängerzone Schulstraße (Querachse Marktplatz – Königstraße): ► Eine der frühesten Fußgängerzonen Deutschlands und die erste ihrer Art, die in zwei Geschossebenen angelegt wurde.

Königstraße Stuttgarts Hauptgeschäftsstraße

Calwer Passage und Calwer Straße → Calwer Straße Kleiner Schlossplatz → In den 1960er Jahren entstand im Herzen der City der Kleine Schlossplatz ► Paradebeispiel für den sog. Beton-Brutalismus. Anfänglich wurde die Anlage und Gestaltung des Platzes gefeiert, später als städtebaulicher Schandfleck beschimpft (siehe auch: Die Kalte Platte – Der Kleine Schlossplatz 1968-2002).

Städtebauliche Neuordnung des Kleinen Schlossplatzes geprägt im wesentlichen durch drei Neubauten :::  Kunstmuseum (Kleiner Schlossplatz 1) — Geschäftshaus Scala — Königsbau-Passagen

Königin-Olga-Bau (Königstraße 9, Ecke Schlossplatz): Nachfolgebau eines im II. Weltkrieg zerstörten Geschäftshauses.

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Datum: 11.12.2010 und 26.06.2010

Literatur:
Huse, N. (2008): Geschichte der Architektur im 20. Jahrhundert. C. H. Beck, München.
Markelin, A. & R. Müller (1991): Stadtbaugeschichte Stuttgart. Karl Krämer Verlag, Stuttgart & Zürich.
Stuttgart Marketing GmbH (Hrsg.): Ein Streifzug durch die Architekturgeschichte der Stadt Stuttgart. Stuttgart, 2005.
Wörner, M.; G. Lupfer & U. Schulz (2006): Architekturführer Stuttgart. 3. Aufl. Dietrich Reimer Verlag, Berlin.

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