Frankfurt am Main – eine „Wohlfühlstadt“

5 Okt

Auf dem Weg zur Wohlfühlstadt“ – mit dieser Schlagzeile lieferte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 18. Juni 2009 einen Artikel aus (von Tobias Rössmann, Nr. 138, S. 40): 65% der Frankfurter glauben, dass man in dieser Stadt gut leben kann. (Ja, das glaub ich auch – seit vielen Jahren schon.) Die Zufriedenheit mit Frankfurt ist demnach in den vergangenen Jahren stark gestiegen von 44% (Anteil der befragten Frankfurter) im Jahr 1993 auf 64 % im Jahr 2008. 52% der Befragten halten Frankfurt für eine Stadt mit vielen Parks und Grünanlagen. (Man kann im Frankfurter Grüngürtel sogar um die Stadt herum wandern – und immerhin hat die Stadt über 600.000 Einwohner, diese Wanderung schafft man folglich nicht an einem Tag.) 70% halten Frankfurt für eine Stadt der Museen, 80% sehen Frankfurt als „Handelsplatz, Bankenstadt, Börse“, 76% als „Verkehrsknotenpunkt. 46% der Befragten halten diese Stadt für eine „Stadt der Gegensätze“ und 23% halten sie für schmutzig. (Die sollten mal nach Wiesbaden gehen, das ist ein rechtes Dreckloch, – aber hübsch historistisch.)
Nur noch 14% der Frankfurter halten die Kriminalität für ein Problem der Stadt; im Jahr 1993 waren es noch 47%. Das überrascht, weil Frankfurt/Main angeblich immer noch (vor Hannover und Bremen) die deutsche Kriminalstatistik bei den Städten ab 200.000 Einwohner anführt. 2008 gab es in Frankfurt 15.976 Straftaten je 100.000 Einwohner. Jetzt könnte man spekulieren: „Weniger Diebstahl, mehr Betrug“, – so jedenfalls die Schlagzeile des betreffenden Zeitungsartikels in den Fränkischen Nachrichten vom 26. Juni 2009.

Das Frankfurter Niveau ist jedenfalls in Bewegung geraten – überaus dynamisch und vielseitig.
Und auch im internationalen Vergleich hält sich Frankfurt nicht mehr nur wacker (so die Frankfurter Rundschau vom 10. Juli 2003, Nr. 157, S. 29 – „Woanders ist nicht alles besser“). Lydia Heard (- schauen Sie doch mal in Ihren hervorragenden citywalker-Weblog -) hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es Frankfurt (mit München und Düsseldorf) in die Top Ten der World’s Most Livable Cities geschafft hat (The Independent vom 29. April 2009 by John Lichfield – ).
Mit diesen Städte-Rankings ist das freilich so eine Sache – ähnlich wie bei Miss-Mallorca-Wahlen.

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