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Einladung zur Vernissage von „Landschaften 2.0“ am Samstag, den 31.10.2009, 19.30 Uhr
- Oberstraße 34, 56348 Dörscheid
landschaften_09

Ausstellung in Dörscheid im Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“, welche – in mehrdimensionaler Form – anhand von Bildhauerarbeiten, Dia-Visuals und Photos Ansichten der Zerstörung und des Wieder- bzw. Neuaufbaus von Architektur, Kultur und Natur in Raum und Zeit thematisiert

Im November geöffnet am So., 21.11. und So., 29.11. von 15-18 Uhr bzw. nach Vereinbarung.

Es freuen sich über reges Interesse E.H., M. W. und das SpaceFlaneur-Team

Wenn wir über Landschaft sprechen, haben wir immer bestimmte Bilder im Kopf – allzu häufig Bilder von vorindustriellen Landschaften, die uns durch die Landschaftsmalerei und eine bestimmte, herkömmliche fast klassisch-schön zu nennende Form der Landschaftsfotografie in unsere Köpfe projiziert worden sind und sich dort festgesetzt haben. Wenn wir über Landschaften reden, dann schwingen sehr oft die passend erscheinenden Konnotationen mit: Natur, Schönheit, Harmonie, Frieden, Ausgeglichenheit usw. Landschaft ist immer noch ein idealisierendes, beschönigendes und reinigendes Konzept. Da es nun nicht möglich ist, solche traditionellen Landschaften in der Stadt, in den Stadtrandbezirken, im suburbanen Raum und in den intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten zu planen, ohne als Landschaftsfetischist, Ökologist oder allgemein als fortschrittsfeindlich bezeichnet zu werden, musste der Landschaftsbegriff aus planerischer Sicht erweitert werden. Auf diese Weise bekamen die Landschaftsplaner Zugriff auf Städte und verstädterte Gebiete. Wahrscheinlich schwingt aber immer noch eine gewisse Großstadtfeindlichkeit durch. Städte müssen allein schon aus ökosystemarer Sicht als gestörte Landschaften gelten. So etwas wie die ökologische Stadt ist bisher kaum mehr als ein das Gewissen der Planer beruhigendes Leitbild, eine Vision. Und nebenbei: Die Großstadtfauna und die urbane Biodiversität sind auch nicht Indiz für ein natürlich-ökosystemares Potenzial der Städte, sondern Zeugnis für die Anpassungsfähigkeit bestimmter Tier und Pflanzenarten. Wildnis in der Stadt besteht aus Asylanten, deren Habitate anderswo zerstört worden sind. Das Vorkommen einer Rote-Liste-Art in einer industriellen Brache ist das Ergebnis von Zufallsprozessen und nicht das Ergebnis der Bereitstellung Ihres Biotops.
Als Großstadtfeind (ein Makel, den man sich auf keinen Fall anheften lassen möchte), lässt sich aber kaum Landschafts- oder Freiraumplanung in der Stadt betreiben. Deshalb befindet sich die Landschaftsplanung seit einiger Zeit im Rahmen einer umfassenden Landschaftsforschung in einem interdisziplinären Lernprozess. Dabei geht es nicht um subversive Guerilla-Taktiken (z.B. der Großstadtfeind getarnt als metropolitaner Flaneur), sondern längst haben die Landschaftsplaner gelernt, wie schön Modellhaus-Siedlungen, Tankstellen, Autobahnbrücken, Industrieruinen, Kanäle, Gewerbegebiete und Großwohnsiedlungen sein können. Die zeitgenössische Kunst hat zu diesem ästhetischen Lernprozess erheblich beigetragen.
Vielfalt, Eigenart und Schönheit sind keine problematischen Begriffe gewesen, so lange wir diese auf das Angebot der als Nationalparke, Biosphärenreservate, Naturparke usw. abgegrenzten Territorien bezogen haben. Weiterlesen »

Sol y Playa’ – das ist und bleibt das herrschende Paradigma des Massentourismus. Wenn wir eine autoerotische Dimension des Sonnenbadens bedenken, dann wird schnell klar, warum das Mitanpacken bei der Olivenernte niemals die Attraktivität des ausgedehnten Sonnenbadens am Strand verdrängen kann. Zunächst einmal die Sonne, die pure Sonne und der regungslose Körper (nicht die Sonne über der Ölbaumplantage, die auf die Landarbeiter hinabscheint) auf einem Handtuch an einem Sandstrand (mit dem Meer in unmittelbarer Nähe). Diese Sonne am Strand repräsentiert die erste, die elementare Qual. Aus dem Schutz der Gebärmutter wird der Neugeborene in das gleißende Licht verstoßen. Es beginnt die Lust und die Qual des Daseins. Sich einen ganzen Tag lang und mehrere Tage hintereinander passiv an einem Strand in der Sonne aufzuhalten ist eigentlich eine Quälerei, die von denen, die es immer wieder praktizieren, als eine wohltuende Lust empfunden wird, die masochistische Elemente hat. Die Autoerotik des Sonnenbadens hat aber auch eine seduktiv-sadistische Dimension: „Wenn ich bzw. wir das machen, den ganzen Tag einfach so in der prallen Sonne liegen, dann kannst du das auch. Komm zieh dich aus und leg dich hin; versuch nicht an die Hitze und die UV-Strahlung zu denken; am Abend wirst du dich gut fühlen – und nach dem Urlaub wird jeder deine braungebrannte Haut bewundern.“ SonnenbaderInnen freuen sich auch daran, oder fühlen sich zumindest in ihrem Tun bestätigt, wenn andere in der Sonne offensichtlich mehr leiden, als man selbst, oder gar einen kräftigen Sonnenbrand abbekommen haben. „Der macht was falsch, aber ich mach alles richtig.“ Eine exhibitionistische Komponente spielt, genauso wenig wie in der Sauna, keine Rolle (vielleicht an FKK-Stränden). Wenn es so wäre, müssten sich die meisten Sonnenanbeter schämen – wegen ihrer Figur, ihrer Statur, ihrer Fettleibigkeit, wegen ihrer schlechten Tätowierungen usw.. Man stellt sich aber nicht im Kollektiv zur Schau, sondern man teilt in der Masse seine autoerotischen Lustgefühle im quälenden Sonnenbad. Der Unterschied zur Sauna ist, dass niemand eine zwei Wochen langen Sauna-Pauschalurlaub buchen würde, ja nicht einmal einen ganzen Tag für Saunagänge veranschlagen würde.
Damit sind wir wieder bei der Sonne, die auf den Strand hinabbrennt – Helios, das Zentralgestirn unseres Sonnensystems, eine Oberflächentemperatur von 5.778 K (Spektralklasse G2, Leuchtkraftklasse V), von ihm stammen fast 100% des gesamten Energiebeitrags zum Erdklima. Ein Gelber Zwerg, der eigentlich nur aus Wasserstoff und Helium beseht, aber eine Korona hat, sog. Sonnenwinde entweichen lässt, Protuberanzen bilden kann, rotiert und sogar pulsiert. Schauen sie sich das astronomische Zeichen der Sonne an, und Sie werden verstehen können:

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Sonnenbaden am Strand ist eine Grenzerfahrung – ähnlich wie Bergsteigen, Fallschirmspringen, Bungee-Jumping, Rafting und ähnliche riskanten Aktivitäten unserer adrenalinsüchtigen Freizeitgesellschaft.
Wäre der Strandurlaub nur eine andere Form der Sesshaftigkeit, wie das der französische Tourismusforscher Jean-Didier Urbaine in seinem Buch „At the Beach“ (University of Minnesota Press, Minneapolis, London 2003) behauptet (siehe Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 32 vom 12.08.2007, S. 66 – „Kleine Soziologie des Strandurlaubs“, von Boris Holzer), dann könnte man in der Tat auch zu Hause bleiben. Der Verweis auf die Sonne, den Strand, das schöne Wetter, etc. reichen nicht aus, die Attraktivität eines Pauschalurlaubs in den einschlägigen Feriendestinationen erklären zu können. Da aber kulturelle Faktoren, z.B. ein Interesse an fremden Kulturen oder wenigstens eine exotistische Sehnsucht schon gar nicht funktionieren, muss das Sonnenbaden am Strand etwas haben oder bieten, was man sonst nicht haben kann. Eine knackig milchschokoladenbraune Haut? Das geht auch unter dem Solarium. Ich möchte zeigen, dass der Strandurlaub eine mental und körperlich äußerst aktive, will sagen schweißtreibende und lustvoll pseudo-masochistische Form der Passivität darstellt.
Es ist die Quälerei gemäß einem, auf den ersten Blick einfachen, aber durchaus komplexen Programms, bei dem es das einzige Ziel ist, sich von der Sonne quälen zu lassen und dabei trotzdem zu entspannen und zu genießen. Charakteristisch ist das hinreißende Gefühl, mit anderen auf einem Planeten zu existieren, der von seinem Beginn an in der Unendlichkeit des Weltalls um einen gigantischen, unglaublich heißen Feuerball kreist. Der Strand ist dabei auch mehr als nur Kulisse, es ist die sonnenlichtdurchflutete Arena in einem Grenzraum, in dem die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde (hier: Sand) aneinandergrenzen. Doch nicht nur das, man spürt und erahnt auch deren elementares Beziehungsnetz, aus dessen Dynamik heraus die prozessuale Vielfalt erdgeschichtlich-geologischer und geomorphologischer Phänomene entstanden sind, die unseren Planeten zu dem gemacht haben, was er ist. Solche eine impressive Wucht besitzen außer Küstenräumen sonst nur noch Gebirgsräume. Und Strand ist nicht gleich Strand, so wie kein Berg dem anderen gleicht, so wie jedes Fußballstadion seine eigene Atmosphäre hat.

Aus dem Feldtagebuch Mallorca – Sommer 2009, 4. September 2009 – Teilnehmende Beobachtung an der Cala S’Almunia, Südwestküste Mallorca:

CalaSAlmunia

Um 11 Uhr komme ich nicht umhin behaupten zu können, dass die Sonne gnadenlos brennt. Weiterlesen »

Auf dem Weg zur Wohlfühlstadt“ – mit dieser Schlagzeile lieferte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 18. Juni 2009 einen Artikel aus (von Tobias Rössmann, Nr. 138, S. 40): 65% der Frankfurter glauben, dass man in dieser Stadt gut leben kann. (Ja, das glaub ich auch – seit vielen Jahren schon.) Die Zufriedenheit mit Frankfurt ist demnach in den vergangenen Jahren stark gestiegen von 44% (Anteil der befragten Frankfurter) im Jahr 1993 auf 64 % im Jahr 2008. 52% der Befragten halten Frankfurt für eine Stadt mit vielen Parks und Grünanlagen. (Man kann im Frankfurter Grüngürtel sogar um die Stadt herum wandern – und immerhin hat die Stadt über 600.000 Einwohner, diese Wanderung schafft man folglich nicht an einem Tag.) 70% halten Frankfurt für eine Stadt der Museen, 80% sehen Frankfurt als „Handelsplatz, Bankenstadt, Börse“, 76% als „Verkehrsknotenpunkt. 46% der Befragten halten diese Stadt für eine „Stadt der Gegensätze“ und 23% halten sie für schmutzig. (Die sollten mal nach Wiesbaden gehen, das ist ein rechtes Dreckloch, – aber hübsch historistisch.)
Nur noch 14% der Frankfurter halten die Kriminalität für ein Problem der Stadt; im Jahr 1993 waren es noch 47%. Das überrascht, weil Frankfurt/Main angeblich immer noch (vor Hannover und Bremen) die deutsche Kriminalstatistik bei den Städten ab 200.000 Einwohner anführt. 2008 gab es in Frankfurt 15.976 Straftaten je 100.000 Einwohner. Jetzt könnte man spekulieren: „Weniger Diebstahl, mehr Betrug“, – so jedenfalls die Schlagzeile des betreffenden Zeitungsartikels in den Fränkischen Nachrichten vom 26. Juni 2009.

Das Frankfurter Niveau ist jedenfalls in Bewegung geraten – überaus dynamisch und vielseitig.
Und auch im internationalen Vergleich hält sich Frankfurt nicht mehr nur wacker (so die Frankfurter Rundschau vom 10. Juli 2003, Nr. 157, S. 29 – „Woanders ist nicht alles besser“). Lydia Heard (- schauen Sie doch mal in Ihren hervorragenden citywalker-Weblog -) hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es Frankfurt (mit München und Düsseldorf) in die Top Ten der World’s Most Livable Cities geschafft hat (The Independent vom 29. April 2009 by John Lichfield – ).
Mit diesen Städte-Rankings ist das freilich so eine Sache – ähnlich wie bei Miss-Mallorca-Wahlen.

Ein Gastbeitrag von J. Gedon (vielen Dank!)

Vor dem Besuch eines Tiergartens stellt sich die Frage, welche Daseinsgründe sich für ein solchen aussprechen, warum ein Zoo denn sinnvoll ist und vor allem, was ein Besucher von solch einer Anlage denn nun erwartet.
Eine Rechtfertigung dafür, die Wildnis in die Stadt zu holen, lieferte Heini Hediger, ein 1992 verstorbener Schweizer Zoodirektor: Zoos sollen ein Erholungs- und Freizeitraum für Menschen sein. Sie fördern die Bildung in Natur- und Tierkunde. Sie betreiben Natur- und Artenschutz und leisten als wissenschaftlich geleitete Einrichtungen einen Beitrag zur Forschung, vor allem zur Verhaltenskunde.

Beginnen wir mit dem wohl am klarsten auf der Hand liegenden: dem Erholungsraum. Nicht erst seit Knut und Co. – obwohl diese sicherlich zu einer erneuten Popularität der Zoos unumstritten beigetragen haben – strömen jährlich zigtausende Besucher in die deutschen Tiergärten. Präzise geplante Parklandschaften, postmoderne Unterhaltungsstrukturen und die Möglichkeit zur Erholung, nicht nur in Form von Imbissbuden und Eisständen, geben dem modernen Menschen eine Möglichkeit dem Alltag zu entfliehen, sich aus dem Stadtdschungel zurückzuziehen und den »Hunger nach Natur« zu stillen.
Der amerikanische Evolutionsbiologe Edward O. Wilson erklärt dies mit einem instinktiven Hang zur Natur. Noch in der Steinzeit hing das Überleben eines Menschen vom Kenntnisreichtum über seine Umgebung, dem Wissen von Naturgefahren und natürlichen Ressourcen ab. Vor allem die künstlich eingeengten Stadtbewohner, wissen die Gegenwart der Tiere zu schätzen. Ein lebendiges Tier im Zoo mit all seinen Gerüchen und die Möglichkeit, hin und wieder ein Exemplar zu berühren, was weder Buch noch Film schaffen, lockt viele Besucher an. Es geht nicht nur um das Betrachten dieser Arten, sondern auch ganz gezielt um das »Erleben«. Fast jeder Zoobetreiber bietet deshalb heutzutage Streichelzoos an und auch die „Füttern verboten“ Schilder rücken immer mehr in den Hintergrund.

Machen wir uns also nichts vor, ein Tiergarten dient in erster Linie uns selbst, den Menschen. Warum dies nicht gleich mit anderen nützlichen Zielen verbinden: Bildung und Information, eine Art Zoopädagogik, die Bewusstsein schaffen soll für sowohl wildlebende Arten als auch für deren Lebensräume. So ist zu beachten, dass z.B. im Nürnberger Tiergarten nicht nur die Tiere sondern auch die Gestaltung der dazu gehörigen Landschaft – Wasser, Wald, Wüste – beachtet und entsprechend umgesetzt wurde. Weiterlesen »

Aus berufsbedingten Gründen haben wir uns veranlasst gefühlt unseren Wohnsitz zu verlegen. Wir leben jetzt in der Nähe einer Kleinstadt in Unterfranken – mitten in einer intensiv landwirtschafltich genutzten Gegend (>>> deshalb Frankenplanet). Wir haben grunzende Nachbarn usw.

Nicht ganz so weit weg von Frankfurt/Main und Offenbach.
Meine Kinder sind während eines Schnuppertages im neuen Hort gebeten worden, ein Bild zu malen. Wie sieht es dort aus, wo sie herkommen. Hier die Ergebnisse:

FfM. von L.

FfM. von P.

Seit 2002 ist das Obere Mittelrheintal in der UNESCO-Welterbeliste. Die UNESCO würdigte diesen Abschnitt des Rheines als eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit. Hervorgehoben wurde auch der außergewöhnliche Reichtum der Landschaft an kulturellen Zeugnissen und Assoziationen sowohl historischer wie auch künstlerischer Art. Seine besondere Erscheinung verdankt die Welterbestätte einerseits der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft, andererseits der Gestaltung durch den Menschen. Darüber hinaus wurde auch die Bedeutung des Rheins gewürdigt, der seit zwei Jahrtausenden einen der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas darstellt. Da das Obere Mittelrheintal der prominenteste Abschnitt des Stromverlaufs ist, wurde es stellvertretend für den ganzen Rhein in die Liste des Welterbes aufgenommen (Quelle: Welterbe Oberes Mittelrheintal >>).

Im Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt, der sog. Welterbekonvention von 1972 (siehe: Deutsche UNESCO-Kommission e.V.) ist aber gar nicht explizit von Kulturlandschaften die Rede. Jedoch gab es bereits 1962 eine UNESCO-Empfehlung zum „Schutz der Schönheit und des Charakters von Landschaften“.

In einem Vortrag „Die Kulturlandschaft von morgen ist nicht die von gestern/Über die Zukunft einer UNESCO-Kulturlandschaft“ auf der 7. Mittelrhein-Konferenz (Koblenz, 2002, als pdf-Datei zum Download hier >>>) beschäftigte sich Robert de Jong mit den Besonderheiten, Herausforderungen und Problemen einer Kulturlandschaft als Welterbe. Mechthild Rössler berichtet im Welterbe Manual. Handbuch zur Umsetzung der Welterbekonvention in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz (Hrsg. von den UNESCO-Kommissionen Deutschlands, Luxemburgs, Österreichs und der Schweiz, Deutsche UNESCO-Kommission, Bonn 2009. (zum Download hier >>>) über „Kulturlandschaften im Rahmen der UNESCO-Welterbekonvention“.
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frankfurtpostkarte
Postkarte (Collage von Fred Schölling), Michel & Co. FfM.

Es steht inzwischen außer Frage, dass „auch die vertraute Stadt in der Wahrnehmung Ergebnis der Lektüre von strategisch produzieren Städtebildern ist„. Die Soziologin Martin Löw hat sich mit der Vielzahl der zum Verlauf stehenden Postkarten beschäftigt und es zeigt sich deutlich „die Inszenierung von Differenzierung zwischen Städten„. Für Frankfurt kann gelten: „Es dominiert die Skyline, an Tradition rückgebunden durch den Römer oder die Alte Oper, so als verbinde sich alt und neu in der Stadt aufs Harmonischste„.
Zu ergänzen ist noch der Frankfurter Topos eines nationalen und Internationalen Verkehrsknotenpunktes, verortet im Airport, dem Frankfurter Flughafen, und im Frankfurter Hauptbahnhof. Das Image der Stadt als dynamische, weltweit vernetzte Transitregion.

Löw, M. (2008): Wenn Sex zu Image wird. Über die Leistungsfähigkeit vergeschlechtlichter Großstadtbilder, S. 193-206. In: Schott, d. & M. Toyka-Sid (Hrsg.): Die europäische Stadt und Ihre Umwelt. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, S. 195 f.

lokauf2beinen

… oder bei bonsound.de; den Song z.B. bei YouTube (Peter Fox: Lok auf 2 Beinen). Viele Grüße nach Berlin.

Mittelrheintal?

Lurchis Abenteuer im Mittelrheintal

Hallo Eva und Mirko, das sieht doch aus wie bei Euch im Mittelrheintal…. Wenn man den Weg von Kaub hoch läuft Richtung Dörscheid, oder? Liebe Grüße MaW

…nterwegs

unterwegs1

Nachdem eshochhut und mirko w. bereits, wohl nicht flächendeckend, aber massiv und ohne Rücksicht auf die eigene körperliche Verfassung, durch Barcelona spaziert sind, begebe ich mich jetzt für eine Woche nach Nordspanien (Ankunft in Santiago de Compostela, Abflug von Santander).

spainisdifferent

Quelle: http://www.theefrit.com/blog/2006/11/26/spain-is-different/

offenbacherkickers

Wenn der Berg ruft, …..“, z.B. am 07.03.2209: Offenbacher Kickers gegen Eintracht Braunschweig – 2:0

SERVICEORIENTIERUNG wird in diesem Beitrag groß geschrieben. Über die Suchstichwörter „my zeil“, „my zeil frankfurt“, „my zeil geschäfte“, „geschäfte in my zeil“, „marken in my zeil“ usw. sind sehr viele Besucher in den letzten Tagen auf den Beitrag „My Zeil und das Sexiness von Shopping“ in diesem Weblog gekommen. Dort finden die Besucher aber nicht die Informationen (Geschäfte im neuen Shopping Center MyZeil?), die sie suchen. Es ist nicht besonders überraschend, dass die Beiträge in diesem Weblog, die sich mit überregional bedeutsamen Einkaufszentren beschäftigen mit Abstand die häufigsten Besuche aufweisen. „Meine Hobbys: Freunde treffen, Shoppen, Abhängen“ ist nur ein symbolisches Beispiel, welches die lebensweltliche Bedeutung des Einkaufens im Kontext der Daseinsgrundfunktionen verdeutlicht. „Shopping makes the world go round.“

Aber hier nun einige Fakten, nützliche Informationen für die MyZeil-Shopper:

Das Shopping-Center MyZeil, in zentraler Lage auf der Zeil (zwischen Freßgass und Frankfurter Zoo gelegen) weist 80.000 Quadratmeter Fläche auf, Platz genug für einen großen Teil der zur angesagten, in den Fußgängerzonen Deutschlands mehr oder weniger weit verbreiteten Filialen. Es gibt acht Etagen (Untergeschoss, Erdgeschoss und weitere sechs darüber). Die Besucher können mit einer Rolltreppe vom Erdgeschoss direkt ins oberste Geschoss fahren und dann gemütlich nach unten bummeln. Dabei wird es aber keine Zwangsführung, wie in der Zeil-Galerie geben (dort geht die Rolltreppe auch nicht direkt in die oberste Ebene). Täglich werden in MyZeil fünfzig- bis siebzigtausend Einkaufsbummler erwartet (einige notorische Konsumkritiker, von denen es in Frankfurt immer noch einige gibt, argwöhnen dass täglich nur 5.000 Besucher angelockt werden). Eröffnet wird am 26. Februar 2009. Einkaufsbummeln kann man dort von 8.00 Uhr morgens bis 24.00 Uhr, die Gastronomie ist bis 22.00 geöffnet, die Geschäfte angeblich von 10.00 Uhr bis (nur) 20.00 Uhr. Rund 100 Geschäfte werden ihre Waren und ihren Lebensgefühl darbieten. Ankermieter sind Saturn und Anson’s.

Die Geschäfte im Erdgeschoss werden thematisch zusammengefasst zu einem „Walk of Young Fashion“, im ersten Geschoss zu einem „International Place“ und im zweiten Geschoss gibt es „Sports und Leisure“. Es wird, laut Quellen, folgende Läden geben: The North Face (Flagshipstore, Outdoorkleidung), Sidestep, Peak Performance, Tatuum, Replay, Lloyd (Flagshipstore) Basic Hair Shop, Run2, The Phone House, Quicksilver, Cipango, Princess Tam Tam, Samsonite, Biba, Bose, Chiemsee, Coa, Comma, Ecco, Gabor, Gant, Glenfield, Hilfiger Denim, Mustang Jeans, Pandora, Passionata, Pepe Jeans London, S. Oliver (mit 1.800 qm) und viele mehr. 90 Prozent der gesamten Ladenfläche sollen schon vermietet sein. Wegen der Premiumlage mitten auf der Zeil werden bis zu 485 Euro pro Quadratmeter Miete bezahlt. Mehr Marken bzw. Geschäfte habe ich auch nicht rausbekommen. Wer es ganz genau und vollständig wissen will, kann ja beim Projektentwickler anrufen und freundlich nach einer Liste „Marken in MyZeil“ fragen (Bouwfonds MAB Development GmbH, lassen Sie sich durchstellen zum Director Retail und Marketing, Steffen Höhn, Tel.: 069-5060053-0; – und sagen Sie, Sie sind von PASSAGEN, der World Association of City Flaneurs and Urban Strollers – vielleicht hilft das).

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Arbeitsnomaden im ICE

Wochentags transportiert der ICE die Arbeitsnomaden. Streckenweise fährt er zu diesem Zweck sogar recht schnell. Das geschieht bevorzugt auf den spezifischen ICE-Trassen mit den vielen Tunnels und Brücken. Wenn nicht, diskreditieren die Nomaden diesen modernen Zug schnell als Bummelbahn. Das Innere des ICE ähnelt auf eine gewisse Weise einem Flugzeug. Man hat den Eindruck, den Passagieren geht es meist nur um Distanzüberwindung. Was sonst? Um das Unterwegs-sein an sich? Vielleicht ist nicht einmal die Überwindung der Distanz das bestimmende Moment einer Fahrt im ICE. Die Fahrt wird häufig schon als Arbeitszeit benutzt, die Laptops stehen aufgeklappt auf den ausklappbaren Tischen, Internet-Zugang und damit Zugriff auf die E-Mails inklusive. Das Draußen, die Umgebung außerhalb der durchnummerierten Wagen, die Szenerie, die wir Durchreisende so gerne als Landschaft bezeichnen, scheint keine Rolle zu spielen. Sie funktioniert sogar kaum als Kulisse für die Fahrt. Da draußen scheint gar nicht mehr Welt zu sein, höchstens noch ein cartesischer Raum. Wenn die Umwelt ständig nur vorbeifliegt, dann lässt sie sich ja auch keines Blickes würdigen oder bewerten. Die Kulisse der Fahrt ist eher eine akustische, die Durchsagen des Service-Personals, die Handy-Gespräche anderer Passagiere. Weiterlesen »

The Spirit of Hanau

1000 DM, Vorderseite

1000 DM, Vorderseite

Die Brüder Jacob & Wilhelm Grimm auf dem 1000 D-Mark-Schein. Hanau bezeichnet sich als die Brüder-Grimm-Stadt (siehe: http://www.hanau.de)

Brüder-Grimm-Stadt, Hanau

Brüder-Grimm-Stadt, Hanau

Atempause

Frankfurt-Postkarte

Postkarte, Illustration von Klaus Holitzka

Kraftwerk – Autobahn

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